Opposition in Kenia bezeichnet Auszählung der Wählerstimmen als Farce

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Opposition in Kenia bezeichnet Auszählung der Wählerstimmen als Farce

Es kam zu den Vorfällen, nachdem Odinga-Anhänger Geschäfte von Kenyatta-Unterstützern niedergebrannt hatten.

Die Wahlkommission in Kenia hat Amtsinhaber Uhuru Kenyatta zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt. Die Wahlkommission wies die Manipulationsvorwürfe zurück. Die Pastoren riefen in ihren Predigten zu Ruhe auf.

Im Bezirk Tana River drangen Angreifer mit Macheten bewaffnet in ein Wahllokal ein und wurden von Sicherheitskräften niedergeschossen. Vier Menschen wurden verletzt.

Nach Krawallen in der Nacht: Aufräumarbeiten in den Slums von Nairobi. Nach den Wahlen 2007 gab es blutige Zusammenstöße, bei denen mehr als 1000 Menschen getötet wurden und rund 150.000 flohen. Kenyatta und Odinga hatten sich einen harten Wahlkampf geliefert, bereits 2013 waren die beiden gegeneinander angetreten. "Die allgemeine Wahl von 2017 war ein Betrug", sagte er auf einer Pressekonferenz. IEBC-Präsident Wafuli Chebukati sprach später von einem Versuch Unbekannter, in das Computersystem einzudringen, der allerdings gescheitert sei. Verantwortlich dafür sei Kenyattas Jubilee-Partei.

Zudem kam es in der Hauptstadt Nairobi sowie anderen Teilen des Landes zu Protesten von Unterstützern der Opposition. Die Polizei setzte Tränengas. Im Wahlkreis South Mugirango im Südwesten eröffnete die Polizei das Feuer und tötete einen Menschen, wie ein örtlicher Polizeikommandeur mitteilte. Sie verliefen zudem nach Angaben der Polizei und Wahlbehörde meist friedlich. Das selbsternannte Kultur- und Freizeitzentrum an der Langata Road in Nairobi wirbt mit seinen Rundhütten in traditioneller Lehmbauweise und dem Bemühen, die vielen Kulturen der Völker von Kenia zu bewahren. Der Leiter einer internationalen Wahlbeobachtermission, Ex-US-Aussenminister John Kerry, sagte, Kenia sei offensichtlich sehr gut in der Lage, sein Wahlsystem abzusichern. Demnach entfielen auf Kenyatta 54,27 Prozent der Stimmen. Laut Verfassung wäre die zweite Amtszeit des 55-Jährigen seine letzte. Nach Auszählung nahezu aller Stimmen erhielt Odinga knapp 45 Prozent der Stimmen.