Nordkorea droht mit Angriff auf amerikanische Insel Guam

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Nordkorea droht mit Angriff auf amerikanische Insel Guam

Die Stimmung zwischen den USA und Nordkorea bleibt angespannt. Der Gouverneur der Insel, Eddie Baza Calvo, gab bekannt, er habe sich am Mittwochmorgen sofort mit dem Weißen Haus verständigt. Guam sei für "alle Eventualitäten" gewappnet. Die USA sollten ihre "rücksichtslosen militärischen Provokationen" gegen Pjöngjang unterlassen. Im Westpazifik gelegen, ist die Insel rund 3400 Kilometer von Nordkorea entfernt, und damit durchaus in Reichweite.

Seoul/Washington. Das Regime will den Einsatzplan für einen Raketenangriff auf US-Territorium schon bald fertigstellen. Sie ist nichtinkorporiertes Außengebiet der USA, Staatsoberhaupt ist der Präsident der USA. Suga forderte die Nordkoreaner auch dazu auf, den in der vergangenen Woche verhängten Sanktionen Folge zu leisten und auf weitere Provokationen zu verzichten. Die auf Guam stationierten Truppen sollen im Krisenfall den US-Verbündeten Japan, Südkorea, den Philippinen und Taiwan beistehen, aber auch permanent die wichtigen Seehandelsrouten in der Region schützen. Die Japaner eroberten die Insel 1941 kurz nach dem Angriff auf Pearl Harbor (Hawaii), wo die US-Pazifikflotte vor Anker lag. Die Marine verlegte zunächst drei, später vier atomgetriebene U-Boote nach Guam. Denn dort befinden sich B-52-Bomber und Kampfjets.

Zusätzliche Bedeutung erhielt die Insel 2012, als der damalige Präsident Barack Obama die verstärkte Fokussierung seines Landes auf den asiatisch-pazifischen Raum ankündigte - diplomatisch, militärisch und wirtschaftlich. Bis 2020 sollen 60 Prozent der US-Marineflotte in den Pazifik verlagert werden, darunter sechs von elf Flugzeugträgern.

Die Raketen sollen die 3356,7 Kilometer in 17 Minuten und 45 Sekunden zurücklegen, bevor sie 30 bis 40 Kilometer vor der US-Pazifikinsel Guam im Meer landen, schrieb die Zeitung Rodong Shinmun auf der Titelseite.

China, das sich als ein Ziel der Aufrüstung auf Guam sieht, beobachtet diese Entwicklung misstrauisch.

Die Lage zwischen Nordkorea und den USA hatte sich weiter zugespitzt, nach dem US-Präsident Donald Trump dem Regime in Pjöngjang mit "Feuer und Wut, wie die Welt sie noch nicht zuvor gesehen hat" drohte, sollte Nordkorea weiter provozieren.

In einer weiteren Stellungnahme kündigte ein nordkoreanischer Militärsprecher laut KCNA an, auf einen möglichen "Präventivkrieg" der US-Streitkräfte mit einem "grenzenlosen Krieg" zu reagieren, der "sämtliche Stützpunkte des Gegners ausrotten wird, auch auf dem US-Festland". In Guam sind etwa 6.000 US-Soldaten stationiert.

Der Bericht von KCNA nimmt direkt Bezug auf die US-Luftwaffenbasis Anderson auf Guam, von der die Vereinigten Staaten immer wieder strategische Bomber zu Militärmanövern in Richtung koreanische Halbinsel entsendet haben. Amerika werde in jedem Falle verteidigt. Zudem führte der Verlust der Vogelwelt und auch der dezimierten Flughunde dazu, dass Samen von fruchttragenden Bäumen nur noch wenig verbreitet wurden.

Guam ist die größte Insel der Marianengruppe im westlichen Teil des Südpazifiks. Auf Guam leben mittlerweile zwei Millionen Schlangen, also 5000 Exemplare pro Quadratkilometer.