Agentur: Nordkorea erwägt Raketenangriff auf US-Insel Guam

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Agentur: Nordkorea erwägt Raketenangriff auf US-Insel Guam

Bis Mitte August solle der Einsatzplan stehen, um vier Mittelstreckenraketen vom Typ Hwasong-12 über Japan hinweg auf Guam abzufeuern, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.[nL5N1KW027] "Deutschland hat nur begrenzte Möglichkeiten, in diesen Konflikt direkt einzuwirken", räumte Oppermann ein. Trump verkenne offensichtlich den Ernst der Lage und der jüngsten Warnungen aus Pjöngjang. "Es ist möglich, dass Nordkorea bereits die Verkleinerung von Nuklearwaffen gelungen ist und dass das Land atomare Sprengköpfe erlangt hat", heißt es. Zuvor hatte er gedroht, die USA würden auf Provokationen aus Nordkorea "mit Feuer und Wut" reagieren.

US-Präsident Donald Trump verschärft seinen Ton in Richtung Nordkorea erneut. Die Raketen würden 30 bis 40 Kilometer vor Guam im Meer niedergehen. Laut einem Armeesprecher könne der Plan jederzeit ausgeführt werden, sobald Staatschef Kim Jong Un die Entscheidung dazu treffe. Am Verhältnis von USA und Nordkorea könne man die zerstörerischen Wirkungen besichtigen, wenn politische Führer die Weltpolitik als "Sandkastenspiel" betrieben. Guam könnte angegriffen werden. Auf der von 160.000 Menschen bewohnten US-Pazifikinsel befindet sich ein strategisch wichtiger Stützpunkt des amerikanischen Militärs.

Trump betonte in dem Kurzbotschaftendienst: "Mein erster Befehl als Präsident war es, unser Atomwaffenarsenal zu erneuern und zu modernisieren. Jetzt ist es weit stärker und kraftvoller als jemals zuvor". In einem Kommentar hieß es, ohne eine "Rückkehr zur Vernunft" werde "alles noch schlimmer". Er warnte Pjöngjang davor, "auch nur daran zu denken", die USA oder ihre Verbündeten anzugreifen. Nordkoreas Staatschef Kim sagte nach dem Test, das Festland der USA sei jetzt in Reichweite. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10 000 Kilometern. Als Reaktion auf den Raketentest verhängte der UNO-Sicherheitsrat am Wochenende die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea. Trumps aggressive Wortwahl weckte Erinnerungen an den früheren Präsidenten Harry Truman, der 1945 nach dem Abwurf einer Atombombe auf Hiroshima von einem "Regen der Zerstörung aus der Luft, wie er auf der Erde noch nie gesehen wurde", sprach.

US-Verteidigungsminister Jim Mattis hat angesichts der verbalen Eskalation im Nordkorea-Konflikt vor einer kriegerischen Auseinandersetzung gewarnt. Südkorea will sein Militär nun umfassend reformieren - und schlagkräftiger machen. Wie die "Washington Post" am Dienstag unter Berufung auf Geheimdienstquellen berichtete, habe Nordkorea nach Einschätzung des Geheimdienstes DIA (Defence Intelligence Agency) bei seinem Atom- und Raketenprogramm viel schnellere Fortschritte gemacht als bisher angenommen.