US-Präsident Donald Trump droht Nordkorea mit militärischer Lösung

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US-Präsident Donald Trump droht Nordkorea mit militärischer Lösung

Der russische Außenminister Sergej Lawrow äußerte sich "sehr beunruhigt". Dieser hatte noch vor wenigen Tagen angekündigt, dass die USA keinen Regimewandel in Nordkorea anstrebten. Zudem rief sie dazu auf, die Bemühungen um eine friedliche Lösung zu verstärken.

Kritik an seinen Drohungen in Richtung Pjöngjang wies der Präsident zurück.

Viele fürchten, dass sich US-Präsident Donald Trump und Diktator Kim Jong-un mit ihren Drohungen so sehr hochschaukeln, dass es in einem verheerenden Krieg enden könnte. Dieser hatte zuvor das US-Außengebiet Guam im Pazifik als mögliches Angriffsziel identifiziert, sollten die USA ihre "provokativen" Handlungen nicht einstellen.

Australiens Regierungschef Malcolm Turnbull kündigte am Freitag an, dass sein Land im Falle eines nordkoreanischen Angriffs auf die USA zum Beistand verpflichtet sei. Nur so viel: Die Trump-Regierung versuche mit dem klassischen 'good cop, bad cop'-Spiel Nordkorea an den Verhandlungstisch zu zwingen. Russland hoffe, dass der gesunde Menschenverstand wieder die Oberhand gewinne. Die betreffenden Parteien sollten Bemerkungen und Aktionen vermeiden, die zu einer Eskalation der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel führen könnten, sagte Xi Jinping nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Samstag in einem Telefonat mit Trump.

Zuvor hatte Trump Nordkorea eindringlich vor Militäroperationen gegen die USA gewarnt. Bleibt er trotz markiger Worte untätig, beschädigt er seine Glaubwürdigkeit. Auf die Frage, ob die USA für einen Krieg mit Nordkorea bereit seien, sagte Trump: "Ich denke, Sie kennen die Antwort darauf". Kurz darauf erklärte er die "militärische Lösung" für "vollständig vorbereitet".

Nordkorea droht USA mit Erstschlag
US-Präsident Donald Trump droht Nordkorea mit militärischer Lösung

Merkel forderte eine "sehr enge Kooperation der betroffenen Länder, insbesondere der USA und China", um den Konflikt zu beruhigen. Im April bewies der US-Präsident mit einem Marschflugkörperangriff auf eine Luftwaffenbasis in Syrien, dass er grundsätzlich zum Einsatz militärischer Gewalt bereit ist. Bundesverteidigungsministerin von der Leyen (CDU) sagte gegenüber der "Ostsee-Zeitung": "Ich wünsche mir einen Präsidenten Obama zurück".

US-Verteidigungsminister James Mattis zeigte sich um Entspannung bemüht; Mitte der Woche hatte er der Regierung in Pjöngjang noch mit der "Vernichtung" des eigenen Volkes gedroht.

Zur atomaren Bewaffnung der USA hatte Trump getwittert: "Mein erster Befehl als Präsident war, das nukleare Arsenal zu erneuern und zu modernisieren". "Niemand, das gilt auch für Nordkorea, sollte uns mit irgendetwas bedrohen".

Nordkorea treibt trotz internationaler Sanktionen sein Raketen- und Atomwaffenprogramm seit Jahren voran.