Nordkorea: Trump bleibt hart, spricht aber auch vom Frieden

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Nordkorea: Trump bleibt hart, spricht aber auch vom Frieden

An die Adresse Kim Jong Uns richtete er in seinem Urlaubsdomizil in Bedminster vor Journalisten die Botschaft: "Wenn er etwas in Guam unternimmt, dann wird es ein Ereignis sein, wie es noch niemand zuvor gesehen hat, was in Nordkorea passiert".

Anlass für Trumps Drohung war ein Zeitungsbericht, demzufolge Nordkorea erhebliche Fortschritte bei seinem Raketenprogramm gemacht hat.

"Das waren seine eigenen Worte". Dieser sehe vor, dass Nordkorea auf weitere Raketentests verzichte und die USA und Südkorea ihre Großmanöver einstellten, sagte er am Freitag in Moskau. "Militärische Lösungen sind nun voll einsatzfähig", schrieb Trump am Freitag auf Twitter. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un habe sich verächtlich über die USA geäußert, sagte Trump in New Jersey weiter. Ohne Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un beim Namen zu nennen, sagte Trump: "Er hat die Welt lange genug herumgeschubst".

Trump fügte allerdings auch hinzu, die USA müssten Verhandlungen jederzeit erwägen. Dieser hatte das US-Außengebiet Guam im Pazifik als mögliches Angriffsziel identifiziert, sollten die USA ihre "provokativen" Handlungen nicht einstellen. Beijing ist offensichtlich am Status quo gelegen, was angesichts der rund 30.000 US-Truppen in Südkorea und weiteren rund 50.000 US-Soldaten auf Okinawa und anderen japanischen Standorten durchaus verständlich ist.

Die USA nutzen Guam, das 3500 Kilometer von Nordkorea entfernt liegt, als militärischen Vorposten. Es sei an der Zeit gewesen, dass jemand für die Amerikaner und die Menschen anderer Nationen eintrete, rechtfertigte Trump seine drastische Rhetorik gegenüber Pjöngjang.

Im Gegensatz zu Trump war US-Verteidigungsminister Mattis am Donnerstag offenbar um eine Entschärfung der Auseinandersetzung bemüht. Zwar versuche das US-Aussenministerium alles, um der Bedrohung mit diplomatischen Mitteln Herr zu werden.

Die Washington Post schildert schildert schon einmal mögliche Kriegsszenarien.

Doch auch falls Nordkorea in der Lage ist, die USA zu treffen, seien noch Fragen offen, sagt Schmucker. Möglicherweise hat sie sich auf Deutschland bezogen. "Alle unsere Befürchtungen, die wir verbunden haben mit der Unberechenbarkeit der Politik von Donald Trump, werden bedauerlicherweise jetzt bestätigt", sagte er am Freitag in Berlin.

Kritik an seinen Drohungen in Richtung Pjöngjang wies der Präsident zurück. Das sogenannte Politische und Sicherheitspolitische Komitee (PSK) hätte regulär eigentlich erst am 31. August wieder zusammenkommen sollen.

China sollte sich nach Ansicht der staatlichen chinesischen Zeitung "Global Times" im Falle eines nordkoreanischen Angriffs gegen die USA neutral verhalten. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte deswegen sogar vor einem Atomkrieg gewarnt.

Der Konflikt spitzt sich seit Monaten zu.

Trotz Verboten des UNO-Sicherheitsrates und Warnungen aus dem Ausland hatte Nordkorea am 28. Juli eine Interkontinentalrakete getestet. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10'000 Kilometern.

Nach einem erfolgreichen Raketentest Nordkoreas am vergangenen Wochenende hat der UN-Sicherheitsrat verschärfte Sanktionen gegen den Urheber beschlossen. Wenn der Frieden nicht endlich Einzug auf der geteilten Halbinsel halte, sei er in ganz Nordostasien bedroht.

Zweitens würde es sich um einen Krieg in einer der wirtschaftlich dynamischsten Regionen der Welt handeln. An der deutschen Börse ließ die Krise den Leitindex Dax weiter absacken.