Martin Schulz so unbeliebt wie nie, Angela Merkel verliert an Zustimmung

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Martin Schulz so unbeliebt wie nie, Angela Merkel verliert an Zustimmung

Denn mit 39 Prozent liegen CDU/CSU mehr als deutlich vor der SPD (24 Prozent). Dies ist der größte Abstand zwischen den beiden Kandidaten, seitdem Schulz seine Kanzlerkandidatur bekannt gab.

Auch in der Kanzlerpräferenz büßt Merkel ein: 52 Prozent (minus 5) der Deutschen würden sich in einer Direktwahl für sie entscheiden, 30 Prozent (plus zwei) für Schulz.

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Während die CDU/CSU-Anhänger fast komplett (97 Prozent) hinter Merkel stehen, sind es bei denen der SPD nur 66 Prozent (minus 4), die für Martin Schulz sind. Damit gäbe es neben einer großen Koalition auch eine Mehrheit für eine Regierung aus CDU/CSU, Grüne und FDP - für Rot-Rot-Grün oder eine Ampel aus SPD, Grüne und FDP würde es nicht reichen. Schwarz-Gelb und Schwarz-Grün befänden sich an der Grenze zur Mehrheitsfähigkeit. Drittstärkste Kraft wäre die Linke mit unverändert neun Prozent. Potentiale der Parteien bei der Bundestagswahl Dass die Bundestagwahl trotz des deutlichen Vorsprungs der Union und der Kanzlerin noch keinesfalls gelaufen ist, macht die Nachfrage deutlich, ob auch andere Wahloptionen denkbar sind. Genau wie nach früheren Lebensmittelskandalen gibt es auch jetzt eine deutliche Forderung nach einer Reaktion des Gesetzgebers: Wenn es um die Qualität von Lebensmitteln geht, brauchen wir nach Ansicht von 73 Prozent strengere Gesetze und Kontrollen, 26 Prozent sehen dafür keine Notwendigkeit. Allerdings zeigen die Veränderungen bei den Potentialen von CDU/CSU und SPD auf, wie stark sich die Kräfteverhältnisse in den letzten Monaten verändert haben: Im April konnten sich 56 Prozent aller Wähler vorstellen, die Union zu wählen, jetzt sind es 60 Prozent. Umgekehrt stieg die Zahl derjenigen, die mit der Arbeit der Bundesregierung weniger oder gar nicht zufrieden sind, um sieben Prozentpunkte auf nunmehr 51 Prozent. Der beliebteste Politiker ist demnach Wolfgang Schäuble.

Für das "Politbarometer" befragte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1352 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte am Telefon. Interessant dabei: Gut jeder vierte SPD-Anhänger (29 Prozent, plus 4) hätte lieber Merkel als Kanzlerin.