Fußballstar soll für Drogenkartell gearbeitet haben

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Fußballstar soll für Drogenkartell gearbeitet haben

In Mexiko ist Márquez ein Star.

Der mexikanische Fußballer Rafael Márquez wird auf einer schwarzen Liste des US-Finanzministeriums geführt, weil er als Strohmann für das Verbrechersyndikat des mexikanischen Rauschgifthändlers Raúl Flores Hernández fungiert haben soll. Nun wird sein Vermögen in den USA eingefroren und US-Bürger dürfen keine Geschäfte mehr mit ihm machen.

Hat Mexikos Fußballstar Nummer eins für einen Drogenboss Geschäfte gemacht?

In Europa spielte der Abwehrspezialist für AS Monaco, den FC Barcelona und Hellas Verona.

Insgesamt setzte das amerikanische Finanzministerium 22 Mexikaner und 43 Unternehmen auf die schwarze Liste. Dieser gilt seit Jahrzehnten als gerissener Verbrecher, der hervorragende Beziehungen zu anderen Kartellen pflegt und für seine Fähigkeiten, Einkünfte aus illegalen Drogengeschäften zu verschleiern in der Unterwelt geschätzt wird. Der Kapitän der mexikanischen Nationalmannschaft sei eine der Schlüsselfiguren des Drogenkartells von Raúl Flores Hernández, teilte die Behörde mit. Zuvor war er freiwillig beim mexikanischen Justizministerium vorstellig geworden, um seine Aussage zu machen. Der 38-jährige soll laut dem US-Finanzministerium seit geraumer Zeit gute Beziehungen zu Flores Hernández unterhalten und für diesen Geschäfte durchgeführt haben.

Flores war vor drei Wochen im Bundesstaat Jalisco festgenommen worden, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte.

"Ich weise kategorisch jedwede Verbindung zu dieser Organisation und zu den Taten zurück", sagte Márquez auf einer Pressekonferenz auf dem Gelände seines Clubs in Guadalajara. Dort werden ihm Bildung einer kriminellen Vereinigung und Drogenschmuggel vorgeworfen. "Heute ist mein schwierigstes Match", sagte er und fuhr fort, er werde versuchen, "all das so rasch wie möglich zu klären". Außerdem wurden mehrere seiner Immobilien beschlagnahmt, darunter ein Casino in Guadalajara.