Auto raste bei Rechtsextremen-Demo in USA in Menschengruppe

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Auto raste bei Rechtsextremen-Demo in USA in Menschengruppe

Dabei seien mehrere Fußgänger verletzt worden.

Auf Twitter geteilte Videos zeigen, wie ein Auto mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Demonstranten fuhr, die gegen einen Aufmarsch rechter Gruppen protestierten. Der Bürgermeister von Charlottesville, Mike Signer, teilte auf Twitter mit, es habe mindestens einen Toten gegeben. Nach chaotischen Zusammenstößen zwischen weißen Nationalisten und Gegendemonstranten ordneten Polizisten in Schutzausrüstung Protestierende bei der Versammlung in Charlottesville an, auseinanderzugehen.

Kurz vor Beginn der Kundgebung, zu der Rechtsextreme wie der Alt-right-Ideologe Richard Spencer und Ex-Klan-Führer David Duke angereist waren, entzog die Stadt die Versammlungserlaubnis. Der Protest richtete sich gegen die Stadtverwaltung von Charlottesville.

Anlass für die Kundgebung unter dem Motto "Vereinigt die Rechte" war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-Generals Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen. Auslöser für die Entscheidung war eine Petition eines afroamerikanischen Schülers.

Zuvor hatten sich in Charlottesville Anhänger des Ku Klux Klans und anderer rechtsextremer Gruppen gewalttätige Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten geliefert. Im Zuge der letzten Monate ist der Park, in dem die Statue steht, bereits von Lee Park in Emancipation Park umbenannt worden.

Trump verurteilte die Gewalt, nachdem sich zunächst nur First Lady Melania geäußert hatte.

Rechte Bewegungen sehen das Vorgehen der Verwaltung von Charlottesville als Provokation an.

US-Präsident Donald Trump verurteilte "auf schärfste Weise diesen ungeheuerlichen Ausbruch von Hass, Fanatismus und Gewalt auf vielen Seiten". Später fügt er bei einer Pressekonferenz hinzu: "Egal, welche Farbe oder Religion wir haben, wir sind zuallererst Amerikaner". Erwartet wurden bis zu 6000 Teilnehmer aus verschiedenen Spektren der Ultrarechten. Mehrere Medien berichteten von Nazi-Parolen, Hitler-Grüßen und Hakenkreuzen. Mehrere Menschen wurden verletzt, wie der Sender CNN meldete. Rechte und Gegendemonstranten lieferten sich heftige Faustkämpfe.