"Abwicklung": Lugar und Schenk treten aus Team Stronach aus

"Abwicklung": Lugar und Schenk treten aus Team Stronach aus

Der Klubobmann des Team Stronach, Robert Lugar, ist aus dem Parlamentsklub der Partei ausgetreten. Auch die Parteienförderung des Bundes sowie die Förderung für die Parteiakademie des TS hängt an der Klubstärke. Im Anschluss an die Pressekonferenz soll Nationalratspräsidentin Doris Bures (SP) in einem Brief über den Wechsel informiert werden. In einer eigenen Aussendung fügte Lugar kurz darauf hinzu, dass er die Abwicklung des Parlamentsklubs nicht in die Länge ziehen wollte. Daher habe er sich entschlossen, "diesen Schritt zu setzen, und durch die vorzeitige Auflösung auch die Kosten für die Steuerzahler zu senken und eine gesetzmäßige Abwicklung zu ermöglichen". Unter anderem dort fischte Frank Stronach dann im Herbst 2012 so lange nach Abgeordneten, bis er ohne Wahl einen Klub im Parlament beisammenhatte, dessen Klubchef dann Lugar (mit zwischenzeitlicher Unterbrechung) wurde.

Wien - Ex-Team-Stronach-Klubchef Robert Lugar und die oberösterreichische Rechtsanwältin Susanne Fürst wurden am Freitag als Kandidaten für die FPÖ-Bundesliste präsentiert. Die Zusammensetzung der Ausschüsse muss damit für die verbleibenden Monate neu berechnet und die Ausschüsse neu gewählt werden. SPÖ und ÖVP verfügen über je 51 Abgeordnete, die FPÖ über 37, die Grünen über 21 und die Neos über acht Mandatare.

Ob und für wen Lugar bei der Nationalratswahl antreten will, ist unklar. Nicht infrage kommt offenbar ein Übertritt zur "Freien Liste Österreich" (FLÖ) des früheren Salzburger FP-Chefs Karl Schnell.

Schenk sagte in der Aussendung des Klubs, sie haben diesen Schritt "primär deshalb gesetzt, weil ich in der gestrigen Sitzung für meine Kandidatur bei der FLÖ Freie Liste Österreich & FPS Liste Dr".

Die Antwort lautet: Weil Strache und die Seinen es für plausibel erachten, dass Lugar der FPÖ zusätzliche Stimmen verschafft.