So sind die Aussichten für die Sternschnuppen-Nächte

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So sind die Aussichten für die Sternschnuppen-Nächte

Sternschnuppen sollen ja Wünsche erfüllen können - ob das wirklich funktioniert, lässt sich in diesen Tagen besonders gut ausprobieren.

Sternwarte Klagenfurt Die Sternwarte Klagenfurt hat vom 11. bis 14. August täglich um 21.00 Uhr zu den "Sommernächte der Sternschnuppen" geöffnet. Wenig Licht von Straßenlaternen, Neonreklamen oder angestrahlten Burgen gibt es zum Beispiel in der Rhön - einem offiziellen Sternenpark. Es handelt sich um die Perseiden, abgesplitterte Bruchstücke des Kometen 109P/Swift-Tuttle.

"Die Erde durchquert einmal im Jahr diesen Partikelstrom der Persieden".

Ihren Namen haben die Sommermeteore vom Sternbild Perseus. "Mit dieser Geschwindigkeit ist man in ein einhalb Stunden beim Mond angelangt", sagte Keller.

In der Nacht mit den meisten Perseiden geht der abnehmende Mond bereits gegen 23.00 Uhr auf. In der Nacht zum Sonntag werden noch gut 80 Prozent seiner Oberfläche beleuchtet sein.

Auch der Mond wird das Beobachten der Sternschnuppen voraussichtlich erheblich stören. Ihr Tipp: Nächste Woche sei der Himmel nicht mehr so hell und es seien immer noch genug Perseiden am Nachthimmel zu sehen.

"Die lichtschwächeren Meteore werden auf jeden Fall überstrahlt", sagt die Bochumer Astronomin Susanne Hüttemeister. Die beste Beobachtungszeit sind dabei die Stunden nach Mitternacht - und dies gilt nicht nur für die kommende Nacht. Für die nördlichen Mittelgebirge und die norddeutsche Tiefebene hingegen rechnen die Wetterfrösche mit wechselnder Bewölkung und Auflockerungen. Das Sternbild Perseus selbst ist gar nicht leicht zu finden.

Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses alle 133 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nur stecknadelkopfgroßen Partikel mit 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein - also mit der unfassbaren Geschwindigkeit von 216.000 Stundenkilometern. In Wahrheit spielt nur die Perspektive einen Streich - genauso wie bei den Perseiden, deren Leuchtspuren sich alle ins Sternbild Perseus zurückverlängern lassen. Darunter flammen auch sehr helle Exemplare auf, sogenannte Boliden oder Feuerkugeln. Diese spektakulären Meteore ziehen oft einen farbig nachglühenden Schweif hinter sich her. Wichtig sei ein freier Blick auf den ganzen Himmel, am bequemsten sei die Beobachtung im Liegen. Wer den Meteorstrom fotografieren will, sollte ein Weitwinkelobjektiv verwenden, die Kamera auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen.