Merkel verspricht mehr Geld für Flüchtlinge

  • Merkel verspricht mehr Geld für Flüchtlinge

Merkel verspricht mehr Geld für Flüchtlinge

Das sagte sie in Berlin bei einem Treffen mit UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi und dem Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration, William Swing.

Grandi sagte, es gebe nun zunehmend auch Libyer, die ihr Land auf Flüchtlingsschiffen Richtung EU verließen. Voraussetzung sei allerdings, die illegale Zuwanderung besser in den Griff zu bekommen.

Merkel begegnete damit indirekter Kritik von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und Außenminister Sigmar Gabriel (SPD), die davor gewarnt hatten, das Thema im Wahlkampf zu verschweigen.

Merkel versicherte jedenfalls, dass Deutschland bereit wäre, seinen Teil zu tragen. "Wer auf Zeit spielt und versucht, das Thema bis zur Bundestagswahl zu ignorieren, verhält sich zynisch", erklärte Schulz in einem Interview. Einer Lösung komme man Stück für Stück näher. Dabei Verwies sie auf das EU-Abkommen mit der Türkei, bei der man bereits Vorleistungen bei der Aufnahme von Flüchtlingen gemacht hätte. Im Rahmen des "Resettlement-Programms" der Vereinten Nationen hatten sich die Mitgliedstaaten der EU vor einigen Jahren zur Schaffung von 20 000 Plätzen für Flüchtlinge aus Syrien verpflichtet.

Für die Chefs der beiden internationalen Hilfsorganisationen hatte Bundeskanzlerin Merkel am Freitag eine gute Nachricht: Mehr Geld. Dem UN-Flüchtlingskommissar stellt sie weitere 50 Millionen Euro in Aussicht - und zeigt sich offen für mehr Flüchtlinge. "Wir bleiben hierüber im Gespräch, wir werden das sehr gut austarieren - aber am Geld darf diese Arbeit nicht scheitern", betonte die Kanzlerin. In Libyen etwa sei die Situation heute eine ganz andere als noch vor einem Jahr. Er sei beeindruckt von "der Verantwortung und der humanen Art", mit der sie und die Bundesregierung anders als viele anderen Länder mit Migranten umgingen. "Deutschland ist das großzügigste und eines der verantwortungsvollsten Länder im Umgang mit Flüchtlingen".