Kein FKK mehr für Gregor Gysi: "Alles hat Grenzen"

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Kein FKK mehr für Gregor Gysi: "Alles hat Grenzen"

Linken-Politiker Gregor Gysi (69) bedauert, dass die Freikörperkultur schrittweise aus Ostdeutschland verschwinde. "In manchen Punkten war die DDR prüder, und in anderen war sie weiter", sagte der in Ostberlin aufgewachsene Präsident der Europäischen Linken dem Magazin "Playboy" laut einer Vorabmeldung vom Mittwoch.

Ein Sexualwissenschaftler habe ihm die Hintergründe erläutert, sagte Gysi.

27 Jahre nach der Wiedervereinigung konstatierte der 69-Jährige: "Jetzt wird die Freikörperkultur Schritt für Schritt abgeschafft". Diese seien soviel Nacktheit nicht gewohnt und würden FKK-badende Frauen, die sich einfach nur frei fühlen wollen, mit pornografischen Blicken nerven, erzählte er der Bild-Zeitung. Hinzu kämen Hotelinvestoren, die darauf drängten, dass "die Nackten verschwinden". Trotzdem will er sich mehr fürs Nacktbaden einsetzen und bei den Kommunal-Politikern seiner Partei "nachhaken, ob sie FKK in ihrem Kreis anbieten". Dies sei schade, "denn die Freikörperkultur hatte Niveau" und sei "ja nicht wirklich erotisch". "Wenn überhaupt, findet FKK bei mir nur noch zu Hause statt".