Ex-Titanic-Chefredakteur bringt Zeit Magazin mit Gaga-Tweets in Bedrängnis

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Ex-Titanic-Chefredakteur bringt Zeit Magazin mit Gaga-Tweets in Bedrängnis

Erst vermeldet die ARD am Donnerstagvormittag die Trennung von ihrem Fußball-Experten. Dieses Mal war er aber weder vom Sender, noch von Scholl selbst ausgelöst worden.

Das Zeit Magazin lässt jede Woche unterschiedliche Persönlichkeiten aus Medien und Kultur seinen Twitter-Account betreuen. Das "Zeit Magazin" entschuldigte sich in einem Tweet dafür. Nachdem Leo Fischer bei den Fake-Eilmeldungen sein Kolumnistenkürzel (lf) noch weggelassen hatte, schob er zwar mit entsprechendem Kürzel hinterher "Richtigstellung: Wir bedauern die Falschmeldung der atomaren Sprengung Pjöngyangs und Mehment Scholls. Ein Fehler im Endlektorat!". Er ist der aktuelle Gast-Twitterer des "Zeit"-Magazins und tut ja eigentlich nur das, was sich die Erfinder der Aktion bei der "Zeit" erhofft haben: Dem Account eine persönliche Note geben".

Dahinter steckt der ehemalige Chefredakteur der Satire-Zeitschrift "Titanic", Leo Fischer. "Dass Martenstein diese Position exklusiv einnehmen darf, hätte vorher besser kommuniziert werden müssen", sagt Fischer dem Journal Frankfurt. Und seine satirischen - nicht mit seinem Kürzel gekennzeichneten - Tweets gingen offensichtlich auch dem "Zeit Magazin" ein bisschen zu weit. Das Zeit Magazin machte gerade unschöne Erfahrungen, als der Satiriker Leo Fischer den Account im Rahmen der so genannten Twitter-Kolumne übernahm und dazu nutze, Fake-News in die Welt zu setzen.

Von dem Chef der "Bild"-Zeitung wegen einer Meldung gerügt zu werden, ist für einen Satiriker natürlich eine besonders steile Vorlage, und so antwortet Leo Fischer mit dem Account des "Zeit"-Magazins: "Wir danken nebenbei Twitter-Chef @jreichelt für die Hilfestellung beim Kampf gegen Fakenews und für journalistische Qualitätsstandards!" "Die Tweets wurden umgehend gelöscht, sie sind nicht mit unseren Standards vereinbar", hieß es in einem ersten von zwei Tweets.