CNN feuert Kommentator Jeffrey Lord

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CNN feuert Kommentator Jeffrey Lord

Die Lobbyisten kritisierten CNN dafür, dem Kommentator eine Bühne für seine Trump-freundlichen Berichte zu bieten. Sein Tweet sei missverstanden worden: Er habe sich über Faschisten lustig machen und nicht wie sie handeln wollen.

Der US-Nachrichtensender CNN hat sich nach einem kontroversen Kommentar auf der Kurznachrichtenplattform Twitter von dem konservativen politischen Kommentator Jeffrey Lord getrennt.

Der Kommentator hatte den Nazi-Ausruf an den Chef der liberalen Interessensvertretung Media Matters for America, Angelo Carusone, getwittert. Der Tweet wurde später gelöscht. "Nazi-Grüße sind unvertretbar", hieß es in einer am Donnerstag (Ortszeit) verbreiteten Stellungnahme des Senders. "Jeffrey Lord ist nicht mehr bei uns".

Die beiden waren in dieser Woche mehrfach in dem sozialen Netzwerk aneinandergeraten.

Unter den CNN-Kommentatoren gibt es kaum jemanden, der das Verhalten Donald Trump so gut erklären kann wie Jeffrey Lord.

Dabei bezog er sich auch auf einen Meinungsbeitrag der konservativen Zeitschrift "American Spectator", demzufolge die "Faschisten" von Media Matters for America keine Ansichten zuließen würden, die sie nicht selbst teilten.

Äußerungen im Stile der Nationalsozialisten seien unhaltbar, sagte ein CNN-Sprecher.

Seine berufliche Zukunft sei im Moment noch unklar, sagte Lord.

In der Vergangenheit war Lord durch diverse andere provokante Bemerkungen bekannt geworden. Im März 2016 hatte er argumentiert, der Ku-Klux-Klan sei eine linksgerichtete Organisation, weil Demokraten ihn vor vielen Jahrzehnten einst unterstützten. Für das Recht auf freie Meinungsäußerung wolle er aber weiterhin einstehen.