Wirbel um "kultursensible Toilette" in der Alten Feuerwache

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Wirbel um "kultursensible Toilette" in der Alten Feuerwache

Es sind Toiletten, wie man sie aus China und anderen asiatischen Ländern kennt, aber auch von alten französischen Campingplätzen - keine Schüssel, keine Klobrille, sondern eine in den Boden eingelassene Fläche, auf die man/frau sich hockt. Die Nutzung von Klopapier ist nicht vorgesehen, erklärt Müller weiter, stattdessen werde ein Wasserschlauch installiert oder ein Wasserbehälter bereitgestellt. "Und hier kann die einheimische Bevölkerung etwas über andere Kulturen lernen".

Ein Plumsklo entspräche eher dem, was in islamisch geprägten Ländern üblich ist, sagt Konrad Müller vom Vorstand des Bürgerzentrums gegenüber dem Kölner Express. "Und wir möchten den Menschen aus diesen Ländern damit das Gefühl geben, dass sie hier zu Hause sind". Beim Einbau der Toilette sei streng darauf geachtet worden, dass die Anlage nicht in Ost-West-Richtung orientiert ist, schließlich liege im Osten die heilige Stadt Mekka: "Nach Mekka kacken geht gar nicht". Durch das muslimische Hockklo seien angeblich lediglich Mehrkosten von 100 Euro entstanden.

In der Bevölkerung schlägt die Baumaßnahme allerdings bei Weitem größere Wellen, vor allem in sozialen Netzwerken geht es rund. "Denn ernsthaft könnt ihr das ja wohl nicht meinen mit der kultursensiblen Toilette", meint ein besorgter User auf der Facebook-Seite des Kulturzentrums. "Wir müssen den Spracherwerb fördern, um Integration über Bildung und Berufsqualifikation zu erreichen - und definitiv nicht über eine kultursensible Toilette". Diese Toilette ist ein Rückschritt! Aber auf so eine Idee wäre ich nie gekommen. Es ist eine Anmaßung des Vorstands der Feuerwache, davon auszugehen, wie Menschen ihre Geschäfte verrichten wollen.