Schwangere wartet vier Stunden in Notaufnahme - Baby verloren

  • Schwangere wartet vier Stunden in Notaufnahme - Baby verloren

Schwangere wartet vier Stunden in Notaufnahme - Baby verloren

Dort muss sie 4 Stunden auf eine Behandlung warten - und verliert das Baby.

Wie der "Münchner Merkur" berichtet, wollte die im dritten Monat schwangere Frau mit ihrem Mann einkaufen fahren, als plötzlich Blutungen auftraten. Seine Frau sei daraufhin sofort in die gynäkologische Notambulanz geschickt worden.

Gegenüber dem "Münchener Kurier" erzählt der 38-jährige Ehemann: "Wir waren so geschockt, dass wir ohne zu zögern in die Notaufnahme gefahren sind".

Doch statt der erwarteten Hilfe, wurde das Ehepaar aus Puchheim ins Wartezimmer verwiesen. Das Baby hat sie verloren. Sie schwebte nicht in Lebensgefahr.

Die Krankenschwestern hätten die beiden immer wieder vertröstet und erklärt, dass nur ein einziger Arzt anwesend sei - und manchmal hätten sie gar keine Antwort bekommen.

Beiden Ärztinnen sei bewusst gewesen, dass manche Patienten länger warten müssen, erklärte später eine Sprecherin des Krankenhauses. "Ich habe mich gefragt, weshalb kein Bereitschaftsarzt zur Verstärkung kommt". Es habe zu dem Zeitpunkt ein "Ausnahmezustand" in der Klinik geherrscht.

Zu zweit mussten die Medizinerinnen in vier Kreißsälen helfen. Zusätzlich habe die Klinik 380 Betten.

"Wir bedauern, dass das Ehepaar so lange warten musste". Bei einem akuten Notfall mussten sie auch dort einspringen. "Das lag auch daran, dass ihre Lage nicht lebensbedrohlich war", sagte die Sprecherin. In der Notaufnahme der Kreisklinik in Fürstenfeldbruck angekommen, musste sie jedoch Stundenlang auf eine Behandlung warten - insgesamt vier Stunden sollen es gewesen sein. Drei Stunden später stellt sich heraus, dass der Fötus schon vor dem Betreten des Krankenhauses tot war. "Immer lief alles gut, ich hatte einen positiven Eindruck". Es sei nur wichtig auf die Zustände in deutschen Krankenhäusern aufmerksam zu machen: "So etwas wie an dem Samstag sollte nicht vorkommen".