Zalando plant eigenes Treue-Programm wie "Amazon Prime"

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Zalando plant eigenes Treue-Programm wie "Amazon Prime"

Im Vorjahr hatte der MDax-Konzern 81 Millionen Euro verdient. Am Markt kommt der Bericht aber schlecht an.

Zalando hat den Umsatz im ersten Halbjahr 2017 um etwa 22 Prozent auf mehr als zwei Milliarden Euro gesteigert. Analysten hatten mit 1,12 Milliarden gerechnet. Für das ganze Jahr strebt Zalando weiter ein Plus zwischen 20 und 25 Prozent an.

", Zalando Zet' ist die Weiterentwicklung unserer Strategie, keine Reaktion auf Amazon", sagte Zet-Chefin Lisa Schöner der "Welt". Das wurde am Dienstag aber nicht explizit bestätigt, was am Markt einem Händler zufolge bemängelt wird. Allerdings haben die Investitionen in weitere Kundenangebote Zalando im zweiten Quartal auch gebremst. Die Marge sank damit auf 7,3 bis 7,8 von zuvor 8,8 Prozent. Im Vorjahreszeitraum lag der Umsatz noch bei 1,7 Milliarden Euro, die Ebit-Marge betrug 5,9 Prozent. Bisher liegt Zalando zwar insgesamt im Plan. Die Teilnahme solle in den ersten drei Monaten kostenlos sein, danach koste eine Mitgliedschaft 19 Euro pro Jahr. Das Programm bietet zusätzliche Leistungen wie schnellere Lieferungen, eine persönliche Styling-Beratung und frühzeitigen Zugang zu ausgewählten Verkaufsaktionen.

Amazons "Prime" gilt als sehr erfolgreiches Modell zur Kundenbindung - so erfolgreich, dass Amazon den Jahresbeitrag in Deutschland im Februar von 49 Euro auf 69 Euro hochsetzen konnte, ohne fürchten zu müssen, zu viele Mitglieder zu verprellen.Das Programm von Zalando startet laut "Welt" mit einem moderaten Einführungspreis.

Zalando scheine Amazon Prime kopieren zu wollen, um die Loyalität der Kunden zu erhöhen und damit auch das langfristige Wachstum zu fördern, so Baader. Am 10. August will Zalando die kompletten Halbjahreszahlen bekannt eben.