Spaß-Abzeichen von Berliner Polizisten im Umlauf

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Spaß-Abzeichen von Berliner Polizisten im Umlauf

Die neuen inoffiziellen Polizeiwappen mit Pulle, kopulierenden Bären und Urin-Pfützen - jetzt sind sie sogar ein Fall für den Polizeipräsidenten!

Über eine Woche nach dem Einsatz von Berliner Polizisten beim G20-Gipfel in Hamburg geht die Posse um die wegen einer ausufernden Party nach Hause geschickten Beamten weiter.

Bereits kurz nach den vermeintlichen Ausschweifungen kursierte im Netz ein Polizeiwappen, das stark an das originale Hoheitsabzeichen erinnert. Ein leitender Polizeidirektor schrieb den Angaben zufolge deshalb eine Warnung an seine Kollegen in der Sicherheitsbehörde. "Wir haben noch keine Nachweise, dass die gestickten Wappen schon offen getragen wurden". Dies konnte die Berliner Polizei allerdings nicht bestätigen. "Wir wollen nicht an einer Verfestigung des Party-Bullen-Images aktiv mitwirken", heißt es in der Mail. Eine Anspielung auf die angeblichen "Party-Exzesse". Je nach Einzelfall schließe der Behördenleiter disziplinare Vorermittlungen nicht aus.

Mehr als 220 Berliner Polizisten waren nach Hamburg geschickt worden, um die Polizei vor dem G-20-Gipfel zu unterstützen. Grund: Sie sollen in der Unterkunft in Bad Segeberg exzessiv gefeiert haben. Medien berichteten von Polizei-Pärchen, die dort an einem Zaun öffentlich Sex gehabt haben.

Konsequenzen müssen die Beamten nicht befürchten, da es außer Partyschnappschüssen keine Beweise für Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten gibt. Dieses inoffizielle Wappen haben sich einige Beamte nun wirklich sticken lassen.

Als Vorlage diente offenbar eine Montage des NDR-Satiremagazins "extra3", die schnell die Runde in den Sozialen Netzwerken machte. "Das gab es ja bereits zur Gipfel-Zeit als Foto-Meme im Internet", sagt ein Beamter aus der WhatsApp-Gruppe. Damit solle man sich nur nicht in der Öffentlichkeit erwischen lassen.

Doch mitunter finden sich bei den Berliner Polizisten Patches an der Uniform, die da nicht hingehören.