Deutscher Menschenrechtler in Türkei in U-Haft

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Deutscher Menschenrechtler in Türkei in U-Haft

Die Türkei würde sich "vor den Augen der Welt blamieren, wenn diese Menschenrechtsaktivisten wegen der Verteidigung der Menschenrechte ins Gefängnis gesteckt werden".

Knapp zwei Wochen nach ihrer Festnahme hat ein Gericht in der Türkei Untersuchungshaft gegen die Landesdirektorin von Amnesty International, Idil Eser, und fünf weitere Menschenrechtler verhängt. Sie hatte für alle zehn Aktivisten die Untersuchungshaft gefordert.

Idil Eser, die Direktorin der türkischen Sektion von Amnesty International. Beim G20-Gipfel in Hamburg hatte er gesagt, die Versammlung, bei der sie festgenommen wurden, habe "dem Charakter einer Fortsetzung des 15. Juli" entsprochen. Bei den Ausbildern handelt es sich um einen Deutschen und einen Schweden. "Die Unterstellung, er könnte einen Putsch geplant haben, ist völlig absurd", sagte Freudenschuss dem "Spiegel". Erdogan macht die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich. Er werde konsularisch betreut, zudem stünde auch die deutsche Botschaft in Ankara in Kontakt mit den türkischen Behörden.

Amnesty-Experte Gardner sagte der Deutschen Presse-Agentur zu der Untersuchungshaft für die Menschenrechtler: "Das ist ein Angriff auf die gesamte Menschenrechtsbewegung in der Türkei". Wie Andrew Gardner von Amnesty mitteilte, seien die anderen vier Aktivisten unter Auflagen freigekommen. "Das ist eine existenzielle Bedrohung der Menschenrechtsbewegung und von Amnesty International in der Türkei". Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte hatte Befürchtungen geäußert, die Betroffenen könnten misshandelt werden, und ebenfalls deren Freilassung verlangt.

Die Bundesregierung hatte sich besorgt über die Festnahmen gezeigt.

Die Menschenrechtler waren am 5. Juli in einem Hotel auf der Insel Büyükada vor Istanbul bei einem Workshop zum Thema "Digitale Sicherheit und Informationsmanagement" festgenommen worden. Ihm werden Verbindungen zur Gülen-Bewegung vorgeworfen.