Abfangjäger der Bundeswehr zwingen Flugzeuge zum Landen

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Abfangjäger der Bundeswehr zwingen Flugzeuge zum Landen

Am Himmel über Stuttgart war das jetzt der Fall. Die deutschen Jetpiloten nahmen daher nach Polizeiangaben Sichtkontakt zu dem Flugzeug auf und eskortierten es zum Flughafen Stuttgart. Nachdem das Flugzeug sicher gelandet war, wurde festgestellt, dass dessen Funkgerät defekt war.

Die rund 200 Passagiere müssten die Nacht im Terminal verbringen, da um die Zeit keine Busse zu organisieren gewesen seien, sagte die Sprecherin.

Stuttgart - Zwei Abfangjäger der Bundeswehr hatten am Samstagabend eine Passagiermaschine zur Landung auf dem Flughafen in Stuttgart gezwungen - und laute Knall-Geräusche beim Überschallflug verursacht.

Auch für die Passagiere endete die Reise zunächst am Stuttgarter Flughafen.

Mit der Boeing 777 aus der koreanischen Hauptstadt Seoul war dagegen für längere Zeit kein Funkkontakt möglich.

Wie die Polizei Reutlingen mitteilte, seien die beiden Düsenjäger mit Überschallgeschwindigkeit angeflogen und hätten so die Knallgeräusche erzeugt.

Die Maschine landete sicher, sagte ein Sprecher der Stuttgarter Polizei. Zudem habe es keine ausreichenden Hotelkapazitäten gegeben. Polizei und Rettungsdienste hatten vermehrt Notrufe registriert: Bei der Polizei gingen in 30 Minuten etwa 250 Anrufe ein. "Hier war das eine Premiere", sagt Sprecherin Beate Schleicher.

Erst am Freitagabend hatte eine ägyptische Passagiermaschine Überschallflüge zweier Bundeswehrjets in der Grenzregion von Hessen und Bayern ausgelöst. Nötig wurde das Eingreifen der Abfangjäger letztlich nicht - die Besatzung des Fliegers zum Flughafen Münster/Osnabrück meldete sich via Funk, noch bevor die Jets aufgeschlossen hatten. Als eine mögliche Ursache des Kontaktausfalls wurde genannt, dass der Pilot eine falsche Funkfrequenz eingestellt haben könnte. Dass die Fälle sich häuften, hänge "damit zusammen, dass Ferienzeit ist".