Zombiefilm-Regisseur George Romero ist tot

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Zombiefilm-Regisseur George Romero ist tot

1968 erschien sein Klassiker "Die Nacht der lebenden Toten".

Mit seinen Werken inszenierte Romero Zombies als Metaphern für an die Gesellschaft angepasste Menschen, Kommerzialisierung oder Klassenunterschiede. Er starb am Sonntag im Alter von 77 Jahren "friedlich" im Schlaf, wie sein Manager Chris Roe mitteilte. "Die Zombies konnten alles sein", sagte Romero in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP im Jahr 2008. "Sie konnten eine Lawine sein, ein Orkan. (.) Das ist der Teil, der mir immer gefallen hat". Wenn der Zombie einen Menschen beißt, wird auch dieser zum Untoten. In dem Horror-Streifen geht es um eine Gruppe von Leuten, die versuchen, einen Angriff von wieder zum Leben erweckter Leichen zu überleben. Er ist einer der wichtigsten Vertreter des modernen Horrorfilms und die von ihm entwickelten "Zombie-Merkmale" sind noch heute fester Bestandteil von Zombiefilm-Charakteren. Viele werteten den Film als sozialkritisches Stück über Rassismus in den USA und Kritik am Vietnamkrieg. Die Forschungsbibliothek des US-Kongresses erklärte den Schwarzweißfilm 1999 zum Meisterwerk und nahm ihn in die Liste jener Filme auf, die als besonders erhaltenswert gelten.

Zehn Jahre später drehte Romero den Klassiker "Zombie" (englischer Titel "Dawn of the Dead"), bei dem sich Menschen gegenseitig in einem Einkaufszentrum angreifen, während draußen Untote wüten. Den Film, den er zusammen mit dem geplanten Regisseur Matt Birman erdachte, beschrieb Romero als Mischung aus seinen Zombiefilmen, "Fast & Furious" und "Ben-Hur".