HC Leipzig ist insolvent und muss absteigen

  • HC Leipzig ist insolvent und muss absteigen

HC Leipzig ist insolvent und muss absteigen

Wir haben alle daran geglaubt und hatten Vertrauen in die Vereinsführung, dass es klappt. Auch gut möglich, dass das Insolvenzverfahren mangels Masse gar nicht eröffnet wird. "Da dies innerhalb der gesetzten Frist nicht nachgewiesen werden konnte, sind die Voraussetzungen für eine Lizenzerteilung und die Teilnahme am Spielbetrieb für die Bundesligen in der Saison 2017/18 nicht erfüllt", teilte die HBF am 1. Juni mit. Zumal nach Informationen des HBF-Vorsitzenden Berndt Dugall schon vor der Entscheidung des Schiedsgerichts vor gut einer Woche, der zufolge die Lizenz mit der Zahlung von 600 000 Euro verknüpft worden war, ein entscheidender Investor abgesprungen sein soll.

Am 19. Mai hatte der siebenmalige DHB-Pokalsieger die Lizenz für die erste Liga nur unter einer aufschiebenden Bedingung erhalten. Zuvor hatte die Handball Bundesliga Frauen (HBF) den Leipzigerinnen die Lizenz verweigert.

Danach hatte Manager Kay-Sven Hähner getönt: "Die Erfüllung der Auflage ist unstrittig". Rentsch, der Angebote auch aus dem Ausland ablehnte, will bleiben: "Wir wollen mit einem jungen Team weitermachen und durch die schweren Zeiten gehen."Dank der tollen Strukturen der erfolgreichen Nachwuchsarbeit will Rentsch mithelfen, den Fortbestand des Vereins zu sichern". Nun scheiterten sie doch.

Im Fokus der Kritik steht Hähner. Als Müller 2009 mit dem früheren Meister Nürnberg Insolvenz anmelden musste, sei Hähner "der größte Querschießer "gewesen". Die Nationalspielerinnen Anne Hubinger, Saskia Lang, Alexandra Mazucco (alle zum Thüringer HC), Shenia Minevsjaka (zur TuS Metzingen) und Karolina Kudlacz-Gloc (zur SG BBM Bietigheim) haben bereits vor Wochen ihren Abschied aus Leipzig angekündigt.

Noch vor gut einer Woche schien der HCL den Zwangsabstieg abgewendet zu haben.

Wie es in Leipzig weitergeht, ist offen. Am Morgen stellte Manager Hähner nach eigenen Angaben persönlich den Insolvenzantrag. "Was jetzt passierte, ist unfassbar".