Austropop-Legende Wilfried Scheutz ist tot

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Austropop-Legende Wilfried Scheutz ist tot

Wilfried Scheutz wurde 67 Jahre alt. Mit einer Mischung aus Volksmusik, Blues, Rock und Pop stand er bis zuletzt auf der Bühne. "Wilfried hat uns immer wieder überrascht und ist sehr eigene, neue Wege gegangen", schloss sich SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder an.

Wilfried Scheuz wurde am 24. Juni 1950 in Bad Goisern (Oberösterreich) geboren und zählt zu den Begründern des Austropop.

Nummern wie "Mary Oh Mary" schafften sogar den Sprung in die vorderen Ränge der Ö3-Hitparade.

Zudem war Wilfried Scheutz von 1978 bis Mitte 1979 Sänger der Band "Erste Allgemeine Verunsicherung" und tourte mit der Gruppe durch Österreich. Mit eigenwilligen Popsongs wie "Highdelbeeren" oder "Lauf Hase, lauf" wurde er einer der bekanntesten Vertreter des Austropops.

1988 nahm Wilfried mit dem Song "Lisa Mona Lisa" am Eurovision Song Contest teil und belegte mit null Punkten den letzten Platz. Durch die folgende mediale Schelte ließ er sich jedoch nicht unterkriegen - er verarbeitete sie kreativ in seiner Single "Danke Österreich" und im Kabarettprogramm "Schrott sei Dank". "Das hat mich dann dazu bewogen, mich mit mir auseinanderzusetzen.", so er über seine ESC-Niederlage. Daran änderte sich auch nichts, als Wilfried ab den 1990ern zunehmend als Schauspieler aktiv wurde und etwa bei Felix Dvoraks Berndorfer Festspielen oder bei Elfriede Ott in Maria Enzersdorf spielte. Erst vor wenigen Wochen erschien sein neuestes Album mit dem Titel "Gut Lack". Seit 2009 hat er gemeinsam mit seiner Frau die Gaststätte "Vereinsmeierei" geführt.

Diesem Klang können Freunde, Fans und Wegbegleiter nun nochmals nachspüren, widmet Ö1 dem Verstorbenen doch heute, Montagabend, die Sendung "Spielräume" (ab 17.30 Uhr) und FM4 die "Homebase Parade" (ab 21 Uhr). "Live in Wien" folgt.