AGB nicht gelesen: 20.000 WLAN-Nutzer verpflichten sich zum Kloputzen

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AGB nicht gelesen: 20.000 WLAN-Nutzer verpflichten sich zum Kloputzen

Im Internet gibt es schon länger den Gag, dass der Satz "Ich habe die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelesen" die häufigste Lüge der Menschheitsgeschichte ist. Möchte man einen Vertrag abschließen muss man den AGB, im Volksmund auch "das Kleingedruckte", zustimmen. Jeder Nutzer des Hotspots verpflichtete sich dadurch 1.000 Stunden gemeinnützige Arbeit zu verrichten.

Freiwillig würden wohl die Wenigsten auf die Idee kommen, Putzarbeiten für WLAN zu leisten. Mittlerweile ist klar, dass all das nicht ernst gemeint war und die Firma nur darauf aufmerksam machen wollte, wie wichtig es ist, zu wissen, welchen Dingen man zustimmt.

Wiesueddeutsche.de berichtet, sind es dem Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet zufolge nur 20 Prozent der Internetnutzer, die sich die AGB durchlesen. "Unser Experiment hat gezeigt, wie einfach es ist, eine Box anzuklicken und damit irgendetwas Unfaires anzunehmen", so Purple CEO Gavin Wheeldon über das Experiment. Für kostenlosen Internetzugang verlangte sie das erstgeborene Kind. Dieser kann mehrere Jahre gültig sein. Sechs Briten waren dazu bereit, auf ihre Ältesten zu verzichten. Sie stimmten den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Wlan-Betreibers zu, in denen die Putzdienste Bedingung waren. Auch der britische Spielehersteller "Gamestation" änderte 2010 seine AGB woraufhin 7500 Kunden die Besitzrechte an ihre Seele abgaben. Berühmt ist auch der Umstand, dass sich in den Nutzungsbedingungen von Apples iTunes der Passus befindet, dass man das Programm nicht dazu nutzen dürfe, um Nuklearwaffen, Bio- oder Chemie-Kampfstoffe zu entwickeln.