Jets zwingen Flugzeug erneut zum Landen

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Jets zwingen Flugzeug erneut zum Landen

Wegen eines defekten Funkgeräts mussten 211 Passagiere der Korean Air die Nacht zum Sonntag im Stuttgarter Flughafengebäude verbringen.

Stuttgart. Der Funkkontakt zum Flugzeug brach nach Angaben des Airports in Stuttgart ab. Daraufhin waren wie in solchen Fällen üblich die Abfangjäger aufgestiegen - was im Großraum Stuttgart zu zwei Überschallknallen führte. Das Flugzeug hatte eine sicher Landung.

Die Maschine sei aber sicher gelandet, es bestehe kein Grund zur Besorgnis, betonte ein Sprecher der Stuttgarter Polizei. Bis sie die ägyptische Maschine erreichten, sei bereits wieder ein Funkkontakt zustandegekommen, sagte der Sprecher.

Die Polizei Reutlingen teilte mit, die beiden Düsenjäger seien mit Überschallgeschwindigkeit angeflogen und hätten so die Knallgeräusche erzeugt. Die Abbfangjänger stiegen auf, um das Flugzeug sicher auf den Flughafen Stuttgart zu begleiten. Verspätet war die Maschine ohnehin schon, eigentlich hätte sie um 19.25 Uhr in Zürich landen sollen. Dadurch hätten Polizei und Rettungsdienste vermehrt Notrufe registriert: Bei der Polizei gingen in 30 Minuten etwa 250 Anrufe ein.

Erst am Vorabend hatte eine ägyptische Passagiermaschine Überschallflüge zweier Bundeswehrjets in der Grenzregion von Hessen und Bayern ausgelöst.

Die Passagiere mussten die Nacht in Flughafengebäuden verbringen. Auch in diesem Fall konnten die deutschen Behörden keinen Funkkontakt zum Flugzeug herstellen und alarmierten routinemäßig die Luftwaffe. Nötig wurde das Eingreifen der Abfangjäger letztlich nicht - die Besatzung des Fliegers zum Flughafen Münster/Osnabrück meldete sich via Funk, noch bevor die Jets aufgeschlossen hatten. Als eine mögliche Ursache des Kontaktausfalls wurde genannt, dass der Pilot eine falsche Funkfrequenz eingestellt haben könnte.