Zahl der arbeitenden Rentner in Deutschland stark gestiegen

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Zahl der arbeitenden Rentner in Deutschland stark gestiegen

Für rund 37 Prozent der arbeitenden Rentner war ihre Erwerbstätigkeit die Hauptquelle ihres Lebensunterhalts und nicht die Rente. Das entspricht einem Anteil von elf Prozent, zehn Jahre zuvor hatte die Quote noch bei fünf Prozent gelegen. Seit 2012 wird die Grenze für die Regelaltersrente schrittweise auf 67 Jahre angehoben.

Die Zahlen machten einmal mehr deutlich, wie wichtig gute Löhne und die Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung seien, um Armut im Alter vorzubeugen, erklärte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Sehr unterschiedlich waren die Anteile bei den Geschlechtern: 15 Prozent der männlichen Rentner arbeiten, aber nur acht Prozent der Frauen. Die Mehrheit der betagten Erwerbstätigen sieht das Arbeitseinkommen dagegen lediglich als Zuverdienst und gibt an, auch von der normalen Rente leben zu können. Jeweils 3% lebten überwiegend entweder von Einkünften ihrer Angehörigen oder von sonstigen Einkünften wie etwa Einkommen aus Vermietung oder Verpachtung. Als erwerbstätig gilt, wer mindestens eine Stunde in der Woche eine bezahlte, selbstständige oder mithelfende Tätigkeit ausübt.

Das sind erste Ergebnisse des Mikrozensus 2016 und weitere Ergebnisse werden sukzessive veröffentlicht und stehen kostenlos im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zur Verfügung.