Trump verteidigt Sohn: Treffen war Recherche über Opposition

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Trump verteidigt Sohn: Treffen war Recherche über Opposition

Auch ein Lobbyist mit Spionage-Erfahrung soll dabei gewesen sein.

Das heikle Treffen zwischen der russischen Rechtsanwältin Natalja Veselnitskaja und Donald Trump Jr., dem ältesten Sohn des heutigen US-Präsidenten Donald Trump, hatte nach US-Medienberichten noch einen weiteren Zeugen. Er habe seinen Vater nicht informiert.

Gegenüber der Nachrichtenagentur AP bestätigte der Mann, an dem Gespräch beteiligt gewesen zu sein. Er habe nach eigenen Angaben gegenwärtig keine Beziehungen zu russischen Spionagebehörden.

Trump jr. hatte bisher erklärt, an dem Gespräch im Trump Tower hätten die Anwältin Natalia Weselnizkaja, sein Schwager Jared Kushner und der damalige Wahlkampfmanager seines Vaters, Paul Manafort, teilgenommen. Aus E-Mails, die er selbst veröffentlichte, geht hervor, dass er begeistert auf die Aussicht reagierte, von der Anwältin potenziell negative Informationen über die demokratische Kandidatin Hillary Clinton zu erhalten. "So etwas nennt man Recherche über die Opposition", sagte Trump am Donnerstag in Paris. Dessen Identität gab sie nicht preis.

Der US-Präsident sagte, er habe von der umstrittenen Zusammenkunft erst vor wenigen Tagen erfahren. Trump jr. hat versichert, bei dem Treffen sei letztlich nichts herausgekommen. Das amerikanische Präsidialamt wollte sich zunächst nicht dazu äußern. Sie werfen ihnen einen Verstoß gegen das Wahlgesetz vor. Die E-Mails gelten als der bislang konkreteste Hinweis darauf, dass das Trump-Wahlkampfteam bereit gewesen sein könnte, für einen Wahlsieg russische Schützenhilfe anzunehmen.

Die so genannte Russland-Affäre belastet Präsident Trump seit Monaten und schürt Bedenken, dass er deswegen andere Vorhaben wie etwa die Steuerreform vernachlässigen könnte.

US-Geheimdienste beschuldigen Moskau seit längerer Zeit, hinter Attacken auf E-Mail-Konten der Demokraten zu stehen. Mehrere Kongressausschüsse und ein Sonderermittler befassen sich mit der Affäre und Vorwürfen, wonach es Absprachen zwischen Trumps Mitarbeitern und Russland gegeben haben soll. Trump jr. galt als zurückhaltendes Kind, das unter seinem Vater litt und viel Zeit mit Großvater Miloš Zelníček verbrachte.