Messerangriff in Hotel in Ägypten - mehrere Touristen tot oder verletzt

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Messerangriff in Hotel in Ägypten - mehrere Touristen tot oder verletzt

Die bei einem Messerangriff im ägyptischen Badeort Hurghada getöteten Frauen waren offenbar Deutsche und stammen deutschen Sicherheitskreisen zufolge aus Niedersachsen. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte den Tod der beiden Frauen. Der Angreifer wurde festgenommen, sein Motiv blieb zunächst unklar. Der Angreifer werde verhört.

Der Angreifer sei mit dem Messer an den Strand geschwommen und habe dann mehrere Urlauber damit attackiert, teilte das ägyptische Innenministerium auf seiner offiziellen Facebookseite mit.

Über die Identität der Opfer gab es widersprüchliche Angaben. Der Gouverneur der Region bestätigte, dass zwei "ausländische Bürger" getötet worden seien. Die Botschaft in Kairo st. Er habe die beiden persönlich gekannt, sagte der ehemalige deutsche Honorarkonsul am Ort, Peter-Jürgen Ely, der Deutschen Presse-Agentur.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte: "Wir können nicht ausschließen, dass unter den Opfern auch deutsche Staatsangehörige sind". "Gewissheit haben wir darüber noch nicht".

Unter den Verletzten zwei Frauen aus Armenien und ein Tscheche, wie die Außenministerien in Eriwan und Prag mitteilten. Zunächst bekannte sich niemand zu diesem Angriff. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte in der Vergangenheit mehrere Attentate auf Sicherheitskräfte, Touristen und Christen für sich beansprucht.

Hurghada am Roten Meer ist bei Ausländern sehr beliebt. Nach dem verheerenden Bombenanschlag auf einen russischen Ferienflieger über Ägypten im Oktober 2015 gingen in der Stadt wie im gesamten Land die Buchungszahlen im Tourismus zurück. In der benachbarten Ferienanlage Sunny Days El Palacio verletzte er zwei weitere Menschen.

Laut der ägyptischen Nachrichtenseite "Al-Masry al-Youm" handelt es sich bei den Verletzten um Urlauberinnen unter anderem aus Armenien und Tschechien.

Vor zwei Jahren stürzte eine russische Passagiermaschine kurz nach dem Start aus dem Ferienort Scharm el Scheich über der Sinai-Halbinsel ab. Vier verschiedene Gruppen bekannten sich zu den Anschlägen. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) behauptete später, das Flugzeug mit 224 Insassen durch eine Bombenexplosion zum Absturz gebracht zu haben.