Frankreichs Nationalfeiertag mit Trump

Staatschef Emmanuel Macron fuhr zum Auftakt in einem offenen Militärfahrzeug über die Champs-Élysées. An der Parade nehmen mehr als 3700 Fußsoldaten, mehr als 200 Fahrzeuge und 63 Flugzeuge teil. Auch amerikanische Militärs marschieren mit, fünf von ihnen in Uniformen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs.

"Die Anwesenheit von Präsident Donald Trump und seiner Frau an meiner Seite ist das Zeichen einer Freundschaft, die die Zeiten übersteht", sagte Macron. Frankreich und die USA vereinbarten ein gemeinsames Vorgehen für einen Fahrplan zur Zukunft von Syrien nach dem Bürgerkrieg, im Anti-Terror-Kampf und gegen Dumping auf dem Weltmarkt.

Die Zeremonie stand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen, nach Ankündigung der Polizei schützten rund 3500 Polizisten die Parade, Besucher mussten ihre Taschen vorzeigen und wurden teilweise abgetastet. Die Musiker formen dabei den Namen der Mittelmeerstadt, in der genau ein Jahr zuvor bei einem islamistischen Anschlag 86 Menschen ermordet wurden. Zum ersten Jahrestag sind dort unter anderem eine Militärparade und eine Gedenkzeremonie geplant, auch Präsident Macron reist dazu nach Nizza. Ein Mann war vor einem Jahr nach einem Feuerwerk zum Nationalfeiertag mit einem 19-Tonner in eine Menschenmenge gerast. Wegen des symbolischen Datums war die Attacke in Nizza auch als Angriff auf Frankreich und seine Werte verstanden worden.

Ärger gab es vor dem Nationalfeiertag um die von der Pariser Regierung angekündigten Einsparungen, die auch das Verteidigungsbudget treffen.