Ermittler: Motiv des Messer-Angreifers in Hurghada noch unklar

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Ermittler: Motiv des Messer-Angreifers in Hurghada noch unklar

Das hat das Auswärtige Amt am Samstagmorgen bestätigt. Die Agentur Interfax berichtete, eine russische Frau sei verletzt worden, und berief sich dabei auf das russische Konsulat.

Nach allem, was bislang bekannt sei, sollte die Tat gezielt ausländische Touristen treffen. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Opfer, denen ich viel Kraft wünsche.

Der Angreifer sei festgenommen worden und werde verhört.

Kairo Im ägyptischen Touristenort Hurghada hat ein Mann auf Touristen eingestochen.

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Der später festgenommene Angreifer sei von einem öffentlichen Bereich aus an den Hotelstrand geschwommen und habe mit dem Messer mehrere Touristengruppen angegriffen, hieß es in einer Erklärung des ägyptischen Innenministeriums. Bisher hat sich auch noch niemand zu der Tat bekannt. Eine offizielle Bestätigung für diese Angaben gab es zunächst nicht. Nach der Flucht von dem Strand habe der Mann auch im benachbarten Hotel versucht, Gäste anzugreifen, sagte der Manager des Gästehauses. In einer Stellungnahme teilte er mit: "Wir trauern zutiefst um die beiden deutschen Frauen, die in Hurghada hinterhältig ermordet wurden und denken in Anteilnahme an ihre Familien". Dort soll er dann mit seinem Messer gezielt auf Touristenjagd gegangen sein.

Hurghada am Roten Meer ist bei Ausländern sehr beliebt. Der Mann sei bewusstlos gewesen und vom Personal gefesselt worden. Taha äußerte die Vermutung, dass er geistig verwirrt gewesen sei. Das berichtete der ehemalige deutsche Honorarkonsul Hurghadas, Peter-Jürgen Ely, am Sonnabendmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Nach einer Vielzahl von Anschlägen sind die Sicherheitsvorkehrungen an den Touristenorten Ägypten verschärft worden. Der Ort ist mit seinen mehr als 250 Hotelanlagen neben Scharm el Scheich das größte ägyptische Touristenzentrum am Roten Meer. Die Ferienregion ist auch bei Europäern beliebt. Für Ägyptens Tourismus bedeutet der Angriff einen neuen Rückschlag.

Aus Sicherheitskreisen in Kairo hatte es zuvor geheißen, der Täter habe den Auftrag für die Tat von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekommen. Wegen der Unruhe im Land nach dem Sturz des langährigen Machthabers Husni Mubarak im Februar 2011 und Terrorangriffen war die Zahl der Urlauber in den vergangenen Jahren bereits deutlich zurückgegangen.