Terrorangriff in London: Auto rast in Menschenmenge!

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Terrorangriff in London: Auto rast in Menschenmenge!

Auch die Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, die SPÖ-Politikerin Christine Muttonen verurteilte den blutigen Zwischenfall im Londoner Stadtteil Finsbury Park scharf und sprach den Opfern ihr Beileid aus.

Ein Lieferwagen war kurz nach Mitternacht in eine Menschenmenge im Stadtteil Finsbury Park gerast - ein Mann wurde getötet, zehn Menschen wurden verletzt. Es gebe ausser dem Fahrer keine weiteren Verdächtigen.

Ob ein vor Ort gestorbener Mann als Folge des Angriffs umkam, war nach Angaben der Polizei zunächst unklar.

Premierministerin Theresa May erklärt, dass der Vorfall in London wie ein möglicher Anschlag behandelt wird, die Untersuchungen wurden von Anti-Terror-Ermittlern übernommen. Acht Verletzte werden in Krankenhäusern behandelt, zwei weitere derzeit noch vor Ort, berichtet ZDF-Korrespondent Andreas Stamm im ZDFmorgenmagazin. Sie sprach zunächst nicht von Verletzten oder Toten.

Der Tatort: Die Tat ereignete sich in der Seven Sisters Road nahe dem Muslim Welfare House. Laut Augenzeugen war die Moschee wegen des Ramadan während des Vorfalls in der Nacht noch gut besucht.

Die Einsatzkräfte hatte nach eigenen Angaben gegen 00.20 Uhr (Ortszeit, 01.20 Uhr MESZ) die ersten Notrufe erhalten. Premierministerin Theresa May bestätigte, dass der Vorfall nahe einer Moschee ein potenzieller Terroranschlag sein könnte.

Ob die Attacke Grund für den Tod eines Gläubigen war, blieb zunächst unklar.

So soll Al-Masri unter anderem den als "Schuhbomber" bekannt gewordenen Richard Reid und Zacarias Moussaoui, einen der 9/11-Mitverschwörer, mit seinem radikalen Gedankengut inspiriert haben - beide Männer waren Mitglieder der Terrororganisation Al-Kaida.

Bei dem 48 Jahre alten Tatverdächtigen handle es sich um einen weißen Mann, sagte May weiter. Er wolle die Moschee am Montag zusammen mit dem Vorsitzenden der Bezirksverwaltung besuchen. Dem Leiter des muslimischen Gebetshauses zufolge soll er gerufen haben: "Ich habe meinen Teil getan", anderen Zeugen zufolge soll er gesagt haben, er wolle Muslime töten. Das sagte Scotland-Yard-Chefin Cressida Dick am Montag in London. Sie verurteilte Extremismus jeder Art. Das Land werde sich durch die Tat aber nicht spalten lassen, sagte sie nach einer Krisensitzung. Indes wird ein Imam als Held gefeiert.

Die Täter: Bislang ist nur der 48-jährige Fahrer des Lieferwagens festgenommen worden. Sie übergaben ihn später der Polizei.

Seit März war Großbritannien dreimal von Terroranschlägen erschüttert worden. Mindestens 22 Menschen wurden getötet, etwa 119 verletzt. Der Islamdachverband Muslim Council of Britain (MCB) twitterte: "Unsere Gebete gelten den Opfern". "Wir werden weiter zusammenstehen gegen Extremisten, die einen Teufelskreis der Gewalt wollen". Alle Opfer sind Muslime.

Auch außerhalb Großbritanniens löste die Attacke Entsetzen aus. Deutschlands Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin, es spreche einiges dafür, dass es eine "Tat aus blindem Hass" sei. Kacimi nannte den Imam "Held des Tages". Mohammed Mahmoud soll sich Augenzeugenberichten zufolge schützend vor den Tatverdächtigen gestellt haben, der aus dem Lieferwagen gezerrt worden war. Er werde auf seine geistige Zurechnungsfähigkeit hin untersucht.