Puma unterliegt vor Gericht Konkurrent Adidas

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Puma unterliegt vor Gericht Konkurrent Adidas

Der Schuh war schon lange ein Klassiker im Sortiment von Adidas. Vor Gericht hat Adidas nun einen Etappensieg eingefahren. Der "Stan Smith Boost" gehört zu einer Reihe von Retro-Modellen aus den 1970ern, die Adidas erfolgreich wiederbelebt hat. Zankapfel war die neuartige Sohle des Modells "Stan Smith Boost" von Adidas.

Die Sportartikelhersteller Puma und Adidas streiten am heutigen Montag in Braunschweig um einen Sportschuh. In der mehrstündigen Verhandlung habe die Kammer die rechtlichen Aspekte mit beiden Parteien erörtert und dabei auch den Schuh mit einem hinterlegten Bild des Geschmacksmusters verglichen, teilte das Gericht mit. Puma und Adidas, beide im fränkischen Herzogenaurach ansässig, sind seit Jahrzehnten rivalisierende Weltunternehmen auf dem Markt für Sportartikel. Man habe auf Form und Aussehen der Sohle zwei Geschmacksmuster angemeldet, hieß es im Unterlassungsantrag von Puma.

Aus Sicht der Kammer gebe es wesentliche Unterschiede zu diesen Geschmacksmustern, urteilte das Gericht. Die Sohle mit der sogenannten eTPU-Technologie soll beim Laufen extrem federn und dem Träger angeblich Energie zurückgeben. Der deutsche Sportartikelhersteller verdoppelte seinen Marktanteil bei Turnschuhen in den USA im ersten Quartal 2017 auf zehn Prozent. In dem Zivilverfahren vor dem Landgericht Braunschweig zog Puma am Montag seinen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurück, wie das Gericht mitteilte.

Geschmacksmuster sind das gewerbliche Schutzrecht für Design und schützen die Farb- und Formgebung von Produkten gegen Nachahmungen. Seit den 1920er Jahren hatten die Brüder Rudolf und Adolf "Adi" Dassler im bayerischen Herzogenaurach Schuhe gefertigt.