Nach Video-Beweis: Tore bei Confed Cup aberkannt

  • Nach Video-Beweis: Tore bei Confed Cup aberkannt

Nach Video-Beweis: Tore bei Confed Cup aberkannt

Um 20.00 Uhr (ZDF) folgt dann in Moskau die Partie zwischen Südamerika-Meister Chile und Afrika-Meister Kamerun.

Am Ende des Spiels war die Verwirrung komplett. Auch Kamerun-Coach Hugo Broos schwärmte am Samstag über die Chilenen: "Joachim Löw hat völlig recht". Für den Endstand sorgte der frühere Hoffenheimer Eduardo Vargas in der ersten Minute der Nachspielzeit.

Im zweiten Durchgang konnte sich Kamerun besser vom Druck der Chilenen befreien und das Spielgeschehen weiter vom eigenen Tor weg halten. Denn vor dem Tor hatte Pepe nach einem Heber in den Strafraum im Abseits gestanden, der den Ball dann auf Nani ablegte. Alle drei Spiele sind wichtig. "Das hat sich heute gezeigt". Am Sonntag wurde bei zwei Spielen insgesamt viermal die Frage "Tor oder nicht Tor" erst nach Rücksprache mit dem Video-Referee entschieden. Beim 2:1 durch Cedric Soares (86.) ergab die Befragung: alles korrekt. Erst nach mehr als einer Minute nahm Skomina den Treffer (45.+1) zurück, weil Vargas ganz knapp im Abseits stand. Nach Chiles vermeintlichem Führungstor hatten die Südamerikaner schon ausgiebig gejubelt, und auch Kameruns Team stand längst wieder zum Anstoß bereit. Der Platz-Schiedsrichter machte anschließend aber keine Geste, die darauf hindeutete, dass auf Tor entschieden worden war. Nach Nutzung des Videobeweises zählte der Treffer doch - die Entscheidung der Videoassistenten war aber erneut strittig. "Niemand versteht den Videobeweis bisher allerdings", sagte Portugals Trainer Fernando Santos dazu. "Der Videoreferee wurde nur bei unseren Toren benutzt, obwohl die Szene vor dem 2:2 auch sehr komplex war", sagte Santos. Selbst Mexikos Stürmer Javier Hernandez von Bayer Leverkusen meinte hinterher: "Es ist etwas schwierig, sich daran zu gewöhnen". Ob er in einem Jahr auch bei der Weltmeisterschaft in Russland eingesetzt wird, ist noch nicht entschieden.

Die bekamen kurz vor der Pause allerdings Skomina und der mit ihm per Funk verbundene Video-Schiedsrichter. Eingegriffen werden soll nur bei entscheidenden Situationen wie Toren, Abseits, Roten Karten oder Elfmetern. "Das entlastet den Schiedsrichter und verteilt die Verantwortung", sagte der russische Vizeregierungschef und langjährige Sportminister Witali Mutko der Agentur Tass.