Merkel trägt sich in Kondolenzbuch für Kohl ein

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Merkel trägt sich in Kondolenzbuch für Kohl ein

Kondolenzbücher, ein Blumenmeer am Wohnhaus von Helmut Kohl in Oggersheim, Flaggen auf halbmast, Beileidsbekundungen: Auch am Wochenende rief der Tod des Altkanzlers breite Anteilnahme hervor. Papst Franziskus würdigte Kohl als "großen Staatsmann und überzeugten Europäer". "Er hat sich um die Wiedererlangung der Einheit unseres Vaterlandes und die Europäische Einigung wie kaum ein anderer verdient gemacht".

In Gedenken an Kohl will die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei ihrem Auftaktspiel beim Confed Cup am Montag in Sotschi Trauerflor tragen. Einem entsprechenden Antrag des Deutschen Fußball-Bundes gab der Weltverband Fifa statt, berichtete der Sportinformationsdienst. "Schon zu Lebzeiten wurde Helmut Kohl mit der Ehrenbürgerschaft Europas ausgezeichnet, um seine außerordentlichen Verdienste zu würdigen".

Der langjährige Kanzler Kohl war am Freitagmorgen im Alter von 87 Jahren in seiner rheinland-pfälzischen Heimat Ludwigshafen gestorben.

Bereits seit Freitag liegt in der CDU-Zentrale in Berlin ein Kondolenzbuch aus. Außer vor Ort im Konrad-Adenauer-Haus können letzte Grüße an den früheren CDU-Vorsitzenden auch auf der Internetseite der Partei unter www.cdu.de/kondolenzbuch abgegeben werden. Und zwar ab Montagmorgen im Foyer der Landesgeschäftsstelle der CDU in Mainz.

Nach dem Willen von EU-Kommissionspräsident Juncker soll Kohl als erster Politiker überhaupt mit einem europäischen Staatsakt geehrt werden. Der Bund unterhält sechs solcher Stiftungen, die an bedeutende Staatsmänner wie Konrad Adenauer, Willy Brandt und Helmut Schmidt erinnern. Dies schließe nicht aus, auch eine Straße oder einen Platz in Berlin nach ihm zu benennen.

Im Gedenken an den verstorbenen Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) können sich Bürger seit Sonntagmittag im Kanzleramt in Berlin in ein Kondolenzbuch eintragen.

Auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz begrüßte am Sonntag am Rande der Vorstellung seines Buches "Was mir wichtig ist" in Berlin die Idee.

Ähnlich äußerte sich der thüringische Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD).