Katar: Ist das WM-Land Zentrum des Bösen

  • Katar: Ist das WM-Land Zentrum des Bösen

Katar: Ist das WM-Land Zentrum des Bösen

Der reiche Golfstaat rühmt sich etwa seiner Kunstmuseen, in die unzählige Millionen für berühmte Werke fliessen. Katar und Saudi-Arabien, die VAE, Bahrain, Kuwait und Oman sind Mitglieder der 1981 gegründeten Union des Golfkooperationsrates (GCC).

Sie werfen Doha die Unterstützung terroristischer Gruppen vor.

Saudi-Arabien, Bahrain und Ägypten stoppen auch den Luftverkehr mit dem Emirat. Der Außen-Staatsminister der Vereinigten Arabischen Emirate sagte, bei den Maßnahmen gegen Katar gehe es nicht um einen "Regimewechsel", sondern um eine "Änderung der Politik". In Katar befindet sich der größte US-Militärstützpunkt der Region. Aber eines steht unabhängig davon fest: "Grundsätzlich sollte sich die Fußballgemeinschaft weltweit darauf verständigen, dass große Turniere nicht in Ländern gespielt werden können, die aktiv den Terror unterstützen", sagte Grindel am Montag in einem auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes veröffentlichten Interview. Offizieller Hauptvorwurf: Katar unterstütze Terrororganisationen wie den IS oder die Muslimbruderschaft in Ägypten und verbreite deren Botschaften.

► Bürger Katars wurden benachrichtigt, dass sie innerhalb von 14 Tagen Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate verlassen sollen.

Der Iran hatte sich zudem sofort bereiterklärt, bei allfälligen Versorgungsengpässen im durch die Grenzschließung isolierten Emirat auszuhelfen. Sie hatten eine härtere Linie gegen die Finanzierung von Extremismus versprochen; und alle Hinweise deuteten auf Katar.

Die Beziehungen Katars zu den anderen Golfstaaten sind schon länger angespannt.

Mehrere Fluglinien wie Etihad oder Emirates wollten ab Dienstag ihre Verbindungen in das Land einstellen. Von Saudi-Arabien finanzierte Medien wie der Nachrichtensender Al-Arabija begannen eine Kampagne, die kein gutes Haar an Katar liess. Der Schritt basiere auf "falschen und gegenstandslosen Behauptungen", erklärte das katarische Außenministerium am selben Tag.

Der Bericht könnte auch den US-Präsidenten Donald Trump in Erklärungsnot bringen. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini bezeichnete die aktuelle Situation in den Golfstaaten in Brüssel als "sehr destabilisierend".

Ein Sprecher des Pentagons erklärte am Montag, dass es keinerlei Pläne gebe, etwas an der Präsenz zu ändern. "Sie gefährdet nur die gemeinsamen regionalen Interessen".

Angesichts des schweren diplomatischen Zerwürfnisses zwischen Katar und mehreren arabischen Staaten rief Katars Aussenminister Mohammed bin Abdulrahman Al-Thani zur Verständigung auf. Auf der Luftwaffenbasis Al Udeid sind mehr als 10.000 amerikanische Soldaten stationiert.

Dem Medienbericht zufolge reisten Experten der US-Bundespolizei FBI Ende Mai nach Katar, um den mutmasslichen Cyberangriff zu untersuchen. Dieser ist ein Erzrivale des sunnitischen Saudi-Arabiens. Riads Truppen bekämpfen im Bürgerkriegsland Jemen Huthi-Rebellen, die dem Iran nahestehen.

Beziehungen zu der Golfmonarchie mit dieser Begründung abgebrochen. Man sei "in regelmäßigem Kontakt" mit dem lokalen Organisationskomitee sowie mit weiteren Stellen, die sich um Angelegenheiten in Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft 2022 kümmern, teilte der Weltverband mit.