Gorbatschow würdigt Helmut Kohl in einem Nachruf

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Gorbatschow würdigt Helmut Kohl in einem Nachruf

Thüringens SPD-Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sagte der Zeitung: "Besonders gut wäre es, wenn bei der Benennung nach Helmut Kohl die Straße oder der Platz einen Bezug zu Europa oder zur deutschen Einheit hätte". Helmut Kohl sei ein Mann gewesen, der sehr viel für den Frieden in Europa getan habe.

Der Tod des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl (CDU) im Alter von 87 Jahren hat auch international Trauer ausgelöst. Informationen der "Bild am Sonntag", wonach Kohls Leichnam nach dem Staatsakt mit dem Schiff über den Rhein zur Totenmesse in seine rheinland-pfälzische Heimat nach Speyer gebracht werden soll, bestätigte sie nicht. Auch wenn er persönlich mit seiner Politik nicht immer einverstanden gewesen sei, habe er großen Respekt vor der Leistung Kohls für Deutschland, sagte Ramelow. Die CDU legte in ihrer Zentrale in Berlin ein Kondolenzbuch aus und richtete ein Online-Kondolenzbuch ein. "Zweifelsohne eine herausragende Persönlichkeit, die eine deutliche Spur in der deutschen, europäischen und Weltgeschichte hinterlässt", schreibt Gorbatschow in der "Bild am Sonntag". Die Nachricht von Kohls Tod erreichte die Regierungschefin während eines Besuches in Rom.

Helmut Kohl wird am 17. Januar 1991 von der damaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth im Bundestag in Bonn vereidigt.

Kohl hatte 1989 mit den Staats- und Regierungschefs Russlands, der USA, Großbritanniens und Frankreichs die Bedingungen für die Deutsche Einheit ausgehandelt. "Er hat sich um die Wiedererlangung der Einheit unseres Vaterlandes und die Europäische Einigung wie kaum ein anderer verdient gemacht". Kohl sei nicht nur der Vater der deutschen Wiedervereinigung gewesen, sondern auch ein Verfechter für Europa und das transatlantische Verhältnis. "Sein Vermächtnis wird weiterleben".

Kohl hat Deutschland von 1982 bis 1998 als Bundeskanzler regiert - 16 Jahre, so lange wie bisher niemand vor und nach ihm. Italiens früherer Ministerpräsident Matteo Renzi nannte den Altkanzler einen Giganten. Er war treibende Kraft für die EU und eine gemeinsame Währung. Die Idee, den großen Europäer mit einem Staatsakt in Straßburg zu ehren, ist nur konsequent.