Ermittler gehen nach Hochhausbrand von 58 Toten aus

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Ermittler gehen nach Hochhausbrand von 58 Toten aus

Zuvor waren 30 Tote bestätigt worden.

Die strafrechtliche Untersuchung der Brandkatastrophe in dem Londoner Sozialbau solle nun prüfen, ob es bei der Renovierung des Hochhauses gesetzliche Verstöße gegeben habe, sagte Philip Hammond im BBC-Fernsehen. London. Leider muss ich deshalb davon ausgehen, dass sie tot sind, ergänzte Cundy. Der Brand war vorgestern Nacht ausgebrochen und konnte nach Stunden unter Kontrolle gebracht werden. Dutzende Menschen stürmten das Rathaus im Bezirk Kensington und Chelsea und forderten unter anderem "Gerechtigkeit". Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurden am Samstag 19 Verletzte im Krankenhaus behandelt, zehn von ihnen schwebten demnach in Lebensgefahr. Sie wolle dafür sorgen, dass "alles Mögliche getan wird, um die Betroffenen der Tragödie von Grenfell zu unterstützen", sagte ein Regierungssprecher am Samstag. Nach Protesten mit heftiger Kritik an ihrer Reaktion auf die Brandkatastrophe berief die britische Premierministerin Theresa May Regierungsmitglieder zu einer Sondersitzung ein und traf sich mit Opfern und Helfern.

Am Samstag musste die Londoner Nahverkehrsbehörde TfL den Verkehr auf zwei U-Bahn-Strecken im Westen der britischen Hauptstadt vorübergehend unterbrechen. Diese Zahl könne sich noch erhöhen.

Mehrere Tausend Menschen nahmen unterdessen an einer Solidaritätskundgebung für die Brandopfer im Regierungsbezirk Westminster teil. Später verlagerten sie ihre Proteste an den Brandort. Finanzielle Hilfe für die Opfer sei bereits auf dem Weg. Bei einem Fernsehinterview am Freitagabend hatte eine Journalistin May wiederholt gefragt, ob sie die Wut im Land nicht begriffen habe. Kritiker werfen May vor, nicht angemessen auf die Katastrophe reagiert zu haben. Außerdem hatte sie bei einem Besuch am Grenfell Tower am Donnerstag nicht mit den Opfern gesprochen. Der Oppositionsführer und Labour-Chef Jeremy Corbyn hatte derweil Betroffene getröstet. Erst am Freitag suchte sie Verletzte in Krankenhäusern auf.

Zu ihrer offiziellen Geburtstagsfeier hat die Queen die derzeit bedrückte Stimmung im Vereinigten Königreich zum Thema gemacht.

Bei dem Hochhausbrand in London geht die Polizei mittlerweile von 58 Toten aus. "Wenn das Vereinigte Königreich auf die Probe gestellt wird, zeigt es sich entschlossen angesichts des Unglücks".

Der eigentliche Geburtstag von Elizabeth ist der 21. April, doch sie feiert offiziell am zweiten Samstag im Juni mit einer Geburtstagsparade.