Die Suche nach dem perfekten Spiel: Fifa plant nächste Revolution

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Die Suche nach dem perfekten Spiel: Fifa plant nächste Revolution

So soll etwa die Spielzeit von 90 Minuten auf 60 Minuten reduziert werden und effektiv gezählt werden. "Die großen Änderungen, die Nettospielzeit auf 60 Minuten auszudehnen in etwa, entspricht aus meiner Sicht nicht dem Geist der Regeln", sagt Taktik-Experte Tobias Escher, Gründer des Portals Spielverlagerung". Das Gremium besteht aus acht Mitgliedern (vier Fifa-Funktionäre, je einer aus den Ur-Verbänden England, Nordirland, Schottland und Wales). So verkündete er einst: "Der Ball ist rund, und ein Spiel dauert neunzig Minuten". Die effektive Spieldauer soll dadurch letztendlich sogar steigen und Zeitspiel wie bei Einwürfen, Abstössen oder Auswechslungen eingedämmt werden. "Die Zuschauer wollen Fußball sehen - und nicht darauf warten".

Hintergrund für die Vorschläge ist die Initiative "Play Fair!", mit deren Hilfe die Begegnungen "fairer, attraktiver und unterhaltsamer" gemacht werden sollen. Demnach habe David Elleray, Technischer Direktor des International Football Association Board (IFAB), ein Strategiepapier mit dem Namen "Fair Play" vorgelegt. Nach der letzten turnusmäßigen Generalversammlung am 3. März hatten sich die Experten nun mit möglichen Regeländerungen befasst, die in den kommenden fünf Jahren Schritt für Schritt umgesetzt werden könnten.

Zentraler Vorschlag ist dabei, die Uhr immer dann anzuhalten, "wenn der Ball außerhalb des Spielfelds ist" (ähnlich wie beim Eishockey). Radikal ist dieser Vorstoß nur bedingt - denn schon jetzt beträgt die Netto-Spielzeit nach einer Untersuchung des Fachmagazins "Kicker" nur etwas mehr als 56 Minuten.

Alternativ zu dieser Methode steht die Verkürzung der Spielzeit auf zweimal 30 Minuten und das Anhalten der Spieluhr während der gesamten Partie.

Elleray: "Die Rückmeldungen aller Beteiligten in der Fußball-Gemeinschaft sind bislang wie die Unterstützung sehr positiv". Alle seien sich einig, dass die Verbesserung der Rahmenbedingungen "die absolute Priorität besitzt". Statt 90 Minuten wird nur noch 60 Minuten gespielt.

Bei Standardsituationen sind mehrere Ballberührungen des ausführenden Spielers möglich. Das heisst: Der Spieler könnte sich den Ball selber vorlegen oder einfach drauf los dribbeln.

► Der Abstoss vom Tor darf schon im Strafraum vom Feldspieler angenommen werden.

Bei deutlicher Kritik am Schiedsrichter soll es Punkt- oder Torabzug geben. Dies soll sowohl Passspiel als auch Kreativität im Aufbauspiel fördern.

Aktuell gibt es für diesen Regelverstoß nur einen indirekten Freistoß. Derzeit gibt es dafür Strafstoß und bei Absicht zusätzlich Rot.

- Beim Elfmeter soll es keine Möglichkeit zum Nachschuss mehr geben. Einige Punkte seien aber erst einmal nicht mehr als reine "Ideen zur Entwicklung des Spiels", wie es in der Einleitung des zwölfseitigen Dokuments heißt.