Dämpfer für Ronaldos Portugiesen: 2:2 gegen Mexiko

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Dämpfer für Ronaldos Portugiesen: 2:2 gegen Mexiko

Die Mannschaft um Weltfußballer Cristiano Ronaldo trennte sich von Mexiko mit 2:2 (1:1). Der Leverkusener Bundesliga-Profi Javier Hernandez (42.) und Hector Moreno (90.+1) erzielten die Tore für Mexiko. In der 22. Minute bejubelte der Europameister dann aber schon seine vermeintliche Führung durch Pepe, ehe erstmals in diesem Turnier der Video-Assistent ins Geschehen eingriff. Der zweite Gegentreffer in der Nachspielzeit tat weh.

Der Confed-Cup- und WM-Gastgeber von 2018 hatte zum Auftakt der Mini-WM gegen Außenseiter Neuseeland einen 2:0-Arbeitssieg gefeiert und damit den ersten Schritt Richtung Halbfinale gemacht. Man plant die Gespräche mit dem Superstar nach dem Confed-Cup zu beginnen. Elf Europameister standen in der Startformation der Portugiesen. Bei Mexiko hatte Eintracht Frankfurts Neuzugang Carlos Salcedo auf der rechten Abwehrseite die Aufgabe, Ronaldo zu stoppen. Nach ordentlichem Beginn war der 23-Jährige davon etwas überfordert. Darunter auch Ronaldo, der in der 20. Minute einen Freistoß-Nachschuss aus 17 Metern an die Latte hämmerte. Bei einem Treffer von Portugals Nani (21.) sprach Schiedsrichter Nestor Pitana aus Argentinien mit den Videoschiedsrichtern und entschied auf Abseits. Gut eine Minute dauerte die Premiere des technischen Hilfsmittels beim Confed Cup. Die Mexikaner wirkten nach dem 1:2 durch den portugiesischen Aussenverteidiger Cedric Alves in der 86. Minute angeschlagen. Zunächst schien es, als habe Ronaldo sich auf der linken Seite verdribbelt, ließ dann aber Diego Reyes und den überforderten Salcedo aussteigen - mühelos schob Quaresma den Ball nach perfektem Querpass zur Führung ein.

So kamen die Mexikaner, die mit ihrer siebten Confed-Cup-Teilnahme den Rekord von Brasilien einstellten, zurück. Nach einem schweren Patzer von Dortmunds Gurreiro traf Hernández nach Pass von Vela zum Ausgleich. Die kam durch Cedric - und ein neuerlicher Videobeweis, der diesmal zu Gunsten der Portugiesen ausging. Doch Moreno ließ die Mexikaner im Finish erneut jubeln. Ausgleich und damit Punkteteilung waren insgesamt gerecht.

Nach der Pause dominierten weiter die Mittelamerikaner, vor dem Tor fehlte allerdings zunächst die letzte Konsequenz. "Aber so ist halt der Fußball", klagte Portugals Trainer Fernando Santos. "Als Cristiano viel Platz hatte, herrschte Alarm bei Mexiko".

Cristiano Ronaldo hat offenbar keine Lust auf Fragen. Mexikos kolumbianischer Coach Juan Carlos Osorio befand: "Wir haben gegen ein sehr, sehr starkes Team gespielt und waren mindestens genau so gut wie sie". Den Verstoß gegen das FIFA-Protokoll nimmt er in Kauf. Nach dem Wirbel um die Steuer-Anschuldigungen und den kolportierten Gedanken an einen Abgang bei Real Madrid konnte auch Ronaldo zu selten für Glanzmomente sorgen, wurde aber zumindest zum Man of the Match gekürt.

Laut FIFA-Angaben wurde er medizinisch behandelt. Auch als er später durch die Mixed Zone ging, äußerte sich Ronaldo nicht.

Seit Bekanntwerden der gravierenden Steueranschuldigungen seitens der spanischen Finanz hat sich Ronaldo noch nicht ausführlich öffentlich geäußert. "Es ist nicht das Ergebnis, das wir wollten", sagte Ronaldo. Ronaldo weiter: "Wir müssen uns keine Sorgen machen, es geht uns gut, wir sind ruhig".