Affront: Ronaldo als Man of the Match nicht zur PK

Sanktionen vom Fußball-Weltverband hat Ronaldo dem ersten Vernehmen nach allerdings nicht zu befürchten. Laut der Sportzeitung "Marca" soll Zidane dem Superstar dargelegt haben, dass er mit seinen Toren und seinem Kampfgeist für Real unverzichtbar sei. Er weiß auch: Bei einem Verein wie Paris St. Germain bräuchte er nicht weniger zu verdienen als die rund 50 Millionen Euro brutto, die ihm Real pro Jahr überweist.

Der Angreifer hat spanischen Medienberichten zufolge unlängst seinen Abschied aus der spanischen Hauptstadt vorbereitet: "Ich verlasse Real". Oder aber: Ronaldo und sein einflussreicher Berater Jorge Mendez drängen Real geschickt dazu, ihn in der Steueraffäre noch mehr zu unterstützen.

Ronaldo zehnmal so teuer wie Tolisso? Zwar hat der Portugiese in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel von einer Milliarde Euro verankert.

Sollte der Real-Star dann immer noch an seiner Wechsel-Absicht festhalten, würde Zidane ihn aber ziehenlassen.

Welcher Klub könnte sich den Weltfußballer überhaupt leisten? Als einzige Klubs, die für Ronaldo ein realistisches Ziel darstellen könnten, gelten deshalb weiterhin das finanzstarke Paris St. Germain und sein früherer Klub Manchester United. Ein Wechsel nach China dürfte für ihn bei seinen großen sportlichen Ambitionen nicht in Frage kommen. Auch für den FC Bayern, der ja immer noch auf der Suche nach einer "Granate" auf dem Transfermarkt ist, ist ein Transfer dieser Größenordnung nicht zu stemmen. Zu Real-Zeiten nannte Ronaldo seinen Trainer auch gerne "Papa Bär". Eine Stellungnahme vom FC Bayern zu den Medienspekulationen aus Italien gab es bislang nicht. Das berichtet die Gazzetta dello Sport und beruft sich auf das gute Verhältnis von Bayern-Cheftrainer Carlo Ancelotti (58) zum portugiesischen Ausnahmespieler, der aufgrund der jüngsten Steuerermittlungen gegen seine Person in Spanien die Königlichen verlassen möchte.

Die Vorwürfe gegen den Superstar wiegen schwer: Ronaldo, der Schätzungen zufolge pro Jahr rund 65 Millionen Euro aus Gehältern und Werberechten kassiert, soll Einnahmen aus Bild- und Werberechten über ein verzweigtes Firmennetzwerk mit Sitz auf den britischen Jungferninseln und in Irland am Fiskus vorbeigeschleust haben.