Zahl der Toten nach Hochhausbrand steigt auf 17

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Zahl der Toten nach Hochhausbrand steigt auf 17

Die Ränder des 24-stöckigen Grenfell Towers seien nicht sicher, sagte Feuerwehrchefin Dany Cotton am Donnerstag.

Die Feuerwehr teilte auf Twitter mit, das Haus im Stadtteil North Kensington brenne vom zweiten bis zum obersten Stockwerk. Bislang ist völlig unklar, wie viele Menschen in dem Hochhaus ums Leben gekommen sind.

Uhr: Die Zahl der Toten ist mittlerweile auf zwölf angestiegen.

Dramatische Szenen im Hochhaus Mehr als zehn Stunden nach dem Ausbruch des Brandes waren noch immer Flammen im Gebäudeinnern zu sehen.

Nach dem Unglück geben viele Bürger der britischen Regierung eine Mitschuld an der Brandkatastrophe. Trümmerteile stürzten zu Boden, es besteht offenbar Einsturzgefahr. Die Londoner Polizei geht aber von weiteren Todesfällen aus. Feuerwehr-Chefin Cotton sagte, die Rettungskräfte gingen nicht davon aus, noch jemanden lebend zu finden.

Einen Tag nach dem verheerenden Großbrand dringt noch immer Rauch aus dem Londoner Hochhaus Grenfell Tower. Bis zum frühen Mittwochabend waren nach Angaben der Rettungskräfte mindestens 79 Patienten in Kliniken behandelt worden, 18 von ihnen seien in einem kritischen Zustand. In dem Sozialblock "Grenfell Tower" lebten bis zu 600 Personen in mehr als 120 Wohnungen. Die Feuerwehr habe alle 24 Stockwerke kurz durchsuchen können. Viele Bewohner wurden im Schlaf überrascht. Bei den Löscharbeiten wurden mehrere Feuerwehrleute verletzt, sagte Feuerwehrchefin Cotton.

Die Brandursache war weiter unklar. Nach Theresa May wollte auch Oppositionsführer Jeremy Corbynam Nachmittag den Brandort besuchen. Sie werde mit Rettungskräften sprechen und sicherstellen, dass diese alle Ressourcen hätten, um mit der Situation umzugehen, hieß es.

Königin Elizabeth II. drückte ihre Anteilnahme aus. Dutzende wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht. Es sei ermutigend, zu sehen, wie viele Freiwillige nun zur Hilfe kämen.

Der britische Brandschutz-Experte Jon Hall nannte den Brand einen Unfall, wie er in der "Dritten Welt" vorkomme. Augenzeugen sagten zudem, das Feuer sei im unteren Teil des Gebäudes mit mehr als 20 Stockwerken ausgebrochen und habe sich dann nach oben durchgefressen.

Gebäude: Das Hochhaus liegt im Nordwesten Londons im Bezirk Royal Borough of Kensington and Chelsea. Spezialisten hätten den Sozialbau untersucht und für sicher befunden, sagten die Brandschützer in der britischen Hauptstadt am Mittwoch. Hunderte Londoner spendeten Decken, Kleider oder Babynahrung für die Bewohner. Das Hochhaus aus den 1970er Jahren wurde bis zum vergangenen Jahr für umgerechnet 9,9 Millionen Euro aufwändig renoviert.

Der Grenfell Tower wurde 1974 erbaut und war von 2014 bis 2016 saniert worden. In dem brennenden Hochhaus hatte es bereits Beschwerden über unzureichenden Brandschutz gegeben.

Die Berliner Feuerwehr dringt nach der Katastrophe auf schärfere Vorschriften beim Brandschutz in Deutschland auch für niedrigere Gebäude. "Ein vergleichbarer Fassadenbrand an einem Hochhaus ist in diesem Ausmaß bei uns so gut wie ausgeschlossen. Wir nehmen das jedoch zum Anlass und werden überprüfen, ob die aus energetischen Gründen geforderte Außendämmung eine zusätzliche Brandgefahr auslöst", sagte Herrmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag). Der Melbourner Feuerwehrchef sagte nach dem Brand: "In 30 Jahren habe ich noch nie ein Feuer gesehen, das sich so schnell ausgebreitet hat".