Wegen Steuerbetrugs angeklagt - Superstar bestreitet Vorwürfe

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Wegen Steuerbetrugs angeklagt - Superstar bestreitet Vorwürfe

Cristiano Ronaldo soll 14,7 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Dank eines Gesetzes, das einst von Spaniens Sozialisten erlassen wurde, als der britische Spieler David Beckham zu Real Madrid kam und sich der Klub über zu hohe Steuern beklagte, hätten sich die Abgaben an den Fiskus auf nur 24 Prozent belaufen.

14,7 Millionen Euro soll der als selbstverliebt geltende Torjäger, der mitunter Bilder seiner austrainierten Beine auf Instagram postet, hinterzogen haben, wie die Staatsanwaltschaft in ihrer Anzeige bei Gericht in Madrid feststellte.

Der vierfache Weltfußballer habe dafür von Strukturen "profitiert", die im Jahr 2010 eigens geschaffen wurden, um in Spanien erzieltes Einkommen den Steuerbehörden zu verheimlichen.

Madrid. Fußball-Superstar Cristiano Ronald (CR7) hat sich verdribbelt. Das Vorgehen belege eine "vorsätzliche und bewusste Missachtung seiner Steuerpflichten in Spanien". Diese Steuerdokumente stammten von der Enthüllungsplattform Football Leaks, die vertrauliche Daten und E-Mails zu den Geldflüssen im Fussball sammelt.

Ronaldo, der bisher zu den Vorwürfen schweigt, ist nach Angaben des US-Magazins "Forbes" der bestbezahlte Sportler der Welt.

Ronaldo kämpft nach den schweren Vorwürfen des Steuerbetrugs um seinen Ruf und seine Freiheit. Bei einer Verurteilung drohen dem Stürmer, der bei Real Madrid spielt, bis zu fünf Jahre Gefängnis.

Ronaldo, der sich gerade mit Europameister Portugal auf den Confederations Cup vorbereitet, versuchte am Mittwoch unmittelbar vor dem Flug nach Russland gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Der Argentinier fasst 21 Monate Haft auf Bewährung aus.