Trump verschärft Kurs gegenüber Kuba

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Trump verschärft Kurs gegenüber Kuba

Wie hoch diese genau sind, lässt sich aus den Unterlagen ebenfalls nicht erkennen, jedoch deutlich mehr als 100 Millionen Dollar.

Mit Miami hatte sich der Präsident einen symbolischen Ort für seine Rede ausgesucht. Die vorangegangene Periode ist mit 18 Monaten etwas länger und deshalb nur bedingt vergleichbar. Die Zahl der Hotelzimmer wurde auf 65.000 ausgebaut, dazu kommen 17.000 Privatunterkünfte. Er macht lediglich Angaben zu einer Bandbreite von Einnahmen und Ausgaben. In einer Rede in Miami kritisierte er Obamas Annäherungskurs am Freitag scharf.

Sofort, wie vom Präsidenten versprochen, wird es jedoch keine Änderungen geben.

Donald Trump macht Teile von Barack Obamas Kuba-Politik rückgängig - und erntet dafür tosenden Applaus von Exil-Kubanern in den USA. Er rechne nicht damit, dass unter Trump der Dialog zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba gebremst werde, sagte er bei der Vorstellung seines Buches über die von der Kirche begleiteten Verhandlungen. Trump sei "schlecht beraten" und treffe Entscheidungen, die nur den "politischen Interessen einer extremistischen Minderheit kubanischer Herkunft" im amerikanischen Bundesstaat Florida entsprächen. Weitere Links zum Thema Trump hatte den Aussöhnungsprozess seines Vorgängers zunächst unterstützt. Auch das abgeschaffte Embargo auf beliebte Konsumgüter aus Kuba, wie Rum und Zigarren, soll nicht wieder eingeführt werden.

Die Kehrtwende besteht in neuen Einschränkungen für den Handel und Tourismus. An der Spitze des Tourismuskonzerns steht der Schwiegersohn des kubanischen Präsidenten Raúl Castro, Luis Rodríguez López-Callejas. Die USA wollten aber Finanztransaktionen an Unternehmen der mit Kubas Militär verbundenen Gesellschaft Gaesa verbieten, die Dutzende Hotels, Reisebusunternehmen, Restaurants und andere Einrichtungen betreibt. Das Ergebnis der Kuba-Politik seines Vorgängers sei "nur noch mehr Repression" gewesen.

Die kommerziellen Flugverbindungen zwischen den USA und Kuba sollen jedoch bestehen bleiben. Trumps Regierung schiebt aber Individualreisen einen Riegel vor, indem sie die Möglichkeit abschafft, dass US-Bürger sich einen Bildungsaufenthalt in Kuba selbst organisieren können, ohne über einen Reiseanbieter zu gehen.

Havanna - "Kuba verurteilt diese neuen Maßnahmen zur Verschärfung der Blockade, die zum Scheitern verurteilt sind", hieß es in einer am Freitag (Ortszeit) im Staatsfernsehen verbreiteten offiziellen Regierungsmitteilung.

Historischer Besuch: Barack Obama besucht als erster US-Präsident seit 88 Jahren den sozialistischen Inselstaat Kuba. Im vergangenen Jahr hatte Kuba gut 280'000 Besucher aus den USA empfangen, 74 Prozent mehr als 2015. Vor allem der Tourismus, eine der wichtigsten Geldquellen, soll getroffen werden.

Trump kündigt härtere Linie gegenüber Kuba an.

Seine Regierung werde die Sanktionen gegen Kuba nicht aufheben, solange die kommunistische Regierung nicht die politischen Gefangenen freilasse.

Befürworter einer Annäherung zwischen Kuba und den USA hatten schärfere Maßnahmen befürchtet.