Trump verschärft den Kurs gegenüber Kuba

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Trump verschärft den Kurs gegenüber Kuba

Trotzdem ist es keine völlige Kehrtwende.

Indes hat Trump die von seinem Vorgänger Barack Obama eingeleitete Öffnung gegenüber Kuba teilweise rückgängig gemacht. Seit Barack Obama im Vorjahr US-Bürgern das Reisen nach Kuba wesentlich erleichtert hat, blickt man auf der Zuckerinsel dem wachsenden Ansturm Hunderttausender "Gringos" entgegen.

Zur Begründung für seine Entscheidung erklärte der amerikanische Präsident, die bislang geltenden Vereinbarungen hätten nicht der kubanischen Bevölkerung geholfen, "sondern nur das kubanische Regime bereichert". Er werde sie daher beenden. Ohne einen Sieg im Staat Florida wäre Trump nicht Präsident geworden und ohne die Exil-Kubaner hätte er Florida nicht gewonnen. An der Spitze des Tourismuskonzerns steht der Schwiegersohn von Raul Castro. Donald Trump will sich von seinem Vorgänger abgrenzen, er verschärft den Kurs gegenüber dem kommunistischen Land - eine totale Abkehr vollzieht er aber nicht.

Die kommerziellen Flugverbindungen zwischen den USA und Kuba sollen bestehen bleiben. US-Fluggesellschaften und Anbieter von Kre. Bis vor wenigen Jahren war es verboten, kubanische Zigarren in die USA zu bringen.

Trump will zudem das Finanzministerium und andere US-Behörden anweisen, dass sie Regeln erlassen, die direkte Zahlungen an das kubanische Militär und Geheimdienste verbieten, wie aus dem Weißen Haus verlautete. Die Reisen sind US-Bürgern künftig nur noch in zwölf Kategorien gestattet - etwa als Bildungsreisen oder journalistische Besuche.

Die neue Haltung der USA erinnere an die Rhetorik des Kalten Krieges, heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums in Moskau. Im vergangenen Jahr stattete er der Insel einen Besuch ab. Kanada war neben Mexiko das einzige Land des amerikanischen Kontinents, das die diplomatischen Beziehungen zu Kuba nach der Revolution in den 1950er Jahren nicht abgebrochen hatte. Selbst im US-Kongress gibt es inzwischen eine parteiübergreifende Mehrheit für ein Ende des Embargos. Zwischen den Vereinigten Staaten und dem Inselstaat herrschte mehr als fünf Jahrzehnten eine politische Eiszeit. Trump hatte am Freitag den Handel mit Kuba und Individualreisen erneut eingeschränkt, andere wichtige Eckpunkte der Kuba-Politik Obamas aber unangetastet gelassen.

Vor einer Kehrtwende scheute der Präsident jedoch zurück.

- Im Juli 2015 nahmen die USA und Kuba nach 54 Jahren wieder diplomatische Beziehungen auf und eröffneten Botschaften. "Die Erleichterungen der Reise- und Handelsbeschränkungen helfen nicht den Kubanern, sie machen nur das kubanische Regime reicher".