Trump attackiert Kuba - Neue Hürden für US-Touristen

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Trump attackiert Kuba - Neue Hürden für US-Touristen

Dieser Prozess sei bereits begonnen worden, er lasse sich nicht rückgängig machen. Er macht lediglich Angaben zu einer Bandbreite von Einnahmen und Ausgaben.

Die von Obama getroffenen Vereinbarungen mit Kuba seien ein "furchtbarer und fehlgeleiteter Deal", rief Trump jubelnden Anhängern bei einer Veranstaltung in Miami im US-Bundesstaat Florida zu. Zahlreiche Elemente bleiben jedoch bestehen, wie etwa die US-Botschaft in Havanna, Direktflüge und bestehende Geschäftsverbindungen. Die Vereinbarung mit Kuba sei einseitig gewesen und habe den USA keine Vorteile gebracht. Mexikos Regierung bekräftigte "die Freundschaft und Solidarität mit dem kubanischen Volk" und wolle weiterhin mit der kubanischen Regierung "in den vielen Bereichen gemeinsamen Interesses zusammenzuarbeiten". Der Republikaner grenzt sich damit von der Annäherungspolitik seines Vorgängers ab. Auch wurde die Obergrenze für Rum und Zigarren für den persönlichen Bedarf bei der Einreise in die USA nicht wieder eingeführt. Das hatte auch positive Folgen etwa für Tourismus, Handel sowie den Austausch in Medizin und Wissenschaft. Über die Holding GAESA dominiert das Militär rund 60 Prozent der kubanischen Wirtschaft und 80 Prozent des Tourismussektors.

Ganz im Sinne des Trump-Dogmas "America First" könnten einige wenige US-Unternehmen wie der Privatzimmervermittler Airbnb oder die in Kuba tätigen Hotelketten Marriott und Starwood profitieren. An der Spitze des Tourismuskonzerns steht der Schwiegersohn von Raul Castro. Trump will die Geschäfte mit den Militärorganisationen Kubas nun verbieten. Das Ergebnis der Kuba-Politik seines Vorgängers sei "nur noch mehr Repression" gewesen.

Das bedeutet unter anderem: Verschärfung der Reisebestimmungen für US-Bürger und keine Zahlungen mehr an Kubas Militär. Im vergangenen Jahr hatte Kuba insgesamt gut 280.000 Besucher aus den Vereinigten Staaten empfangen.

Kuba erhofft sich neue Devisenquellen von den steigenden Tourismuszahlen.

Die USA und Kuba waren jahrzehntelang erbitterte Feinde, fast ein Dutzend US-Präsidenten hatten während des Kalten Kriegs mit dem kommunistischen Führer der Insel, Fidel Castro, gerungen. So sollen Sanktionen gegen die kubanische Regierung erst aufgehoben werden, wenn politische Gefangene freigelassen werden. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte allerdings Trumps Kurswechsel. Eine Rückkehr zur Isolation des Inselstaats schade der kubanischen Bevölkerung. Der ehemalige Sicherheitsberater von Obama, Ben Rhodes, kritisierte die Pläne der neuen Regierung scharf. Unter den Beschränkungen des Tourismus hätten kleine Gewerbetreibende in Kuba am meisten zu leiden. Die Zahl der Hotelzimmer wurde auf 65.000 ausgebaut, dazu kommen 17.000 Privatunterkünfte. Sein Unternehmen habe "beträchtliche Summen" investiert, um ein Hotel in Havanna zu eröffnen, erklärte Sorenson.

Die kubanische Regierung hat die von US-Präsident Donald Trump verkündeten neuen US-Reise- und Handelsbeschränkungen verurteilt. In einer am Freitagabend (Ortszeit) im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung betonte die Regierung in Havanna gleichzeitig ihre Bereitschaft "zum respektvollen Dialog und zur Zusammenarbeit" mit den USA.