Sessions: Weiß nichts von Absprachen zwischen Trump-Team und Moskau

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Sessions: Weiß nichts von Absprachen zwischen Trump-Team und Moskau

Wie gut, dass es Wochenenden gibt. Er werde seine Ehre gegen solche "niederträchtigen und falschen Vorwürfe" verteidigen. In seinem Hotel darf er schliesslich auf jede Party gehen. Er war der erste republikanische Senator, der die Präsidentschaftskandidatur des politisch unerfahrenen Immobilienunternehmers unterstützt hatte. "Dieser Präsident hält sein Wort", begann Mike Pence, der Vizepräsident. An diesem Dienstag spätestens dürfte die Party-Stimmung wieder vorbei sein.

Washington (dpa) - US-Justizminister Jeff Sessions hat bestritten, in irgendeiner Form in die Russland-Affäre im Zusammenhang mit dem Wahlkampf 2016 verwickelt zu sein. Medien erwarten, dass Sessions mit harten Fragen rechnen müsse. Jefferson Beauregard "Jeff" Sessions war Staatsanwalt, Alabamas Chefankläger und 20 Jahre lang Senator dieses US-Gliedstaates. Die Crux ist, dass er sie unterschlug, als der Senat über seine Berufung zum Justizminister zu befinden hatte und er konkret nach Kontakten zu Emissären Russlands gefragt wurde.

Die Anhörung von Sessions kommt fünf Tage nachdem Comey seine Version der Dinge im Senat dargestellt hat. Miller gilt als Architekt des umstrittenen Einreisestopps für Menschen aus bestimmten muslimischen Ländern.

Er erklärte den russischen Botschafter Sergej Kisljak während des Wahlkampfs zweimal getroffen zu haben.

Die Sanktionen wurden wegen der Rolle Russlands bei der Krise in der Ukraine verhängt.

"Ich weiß nichts über diese Russland-Ermittlungen über das hinaus, was öffentlich bekannt ist", sagte Sessions. Der ehemalige FBI-Chef zitierte auch aus Gesprächsprotokollen, die er nach seinen Gesprächen mit Trump angelegt hatte. Comey ist im Mai von Trump entlassen worden. Später hatte Trump sie mit den Russland-Ermittlungen des FBI begründet, dies warf Fragen auf.

- ENTLASSUNGSGRUND: Er musste wegen der Russland-Ermittlungen des FBI gehen - sagt Comey.

Problematischer erwiesen sich Sessions' Antworten bezüglich der Entlassung von FBI-Direktor James Comey. Bis zu diesem Zeitpunkt pflegten Sessions und Donald Trump eine innige Beziehung.

Rosenstein setzt in der Folge den früheren FBI-Chef Robert Mueller als Sonderermittler in der Sache ein. Bislang hatten sich die Ermittlungen nur gegen Menschen in Trumps Umfeld gerichtet. James Comey sagt über ihn: Wenn der die Ermittlungen abgeschlossen hat, dann könne jeder sicher sein, dass er jeden Stein umgedreht hat. Es handele sich um den Geheimdienstkoordinator Dan Coats, NSA-Chef Michael Rogers und Richard Ledgett, den früheren stellvertretenden NSA-Chef.

Trump zeigt sich nicht erfreut über den Sonderermittler. Mit gezielten Hacker-Angriffen gegen die Demokraten soll der Kreml die US-Wahl zugunsten des Republikaners beeinflusst haben. Der demokratische Obmann im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses, Adam Schiff, kündigte aber an, sollte Trump den Sonderermittler feuern, werde der Kongress ihn umgehend wieder einsetzen. Der konservative Hardliner Sessions ist für Trump ein sehr wichtiger Mann. Seine Aussagen waren mit Spannung erwartet worden. Er will noch alleine mit Comey reden. Umso mehr, als er am Mittwoch seinen 71. Geburtstag feierte. Comey hatte damit den Verdacht angeheizt, Trump könne sich der Justizbehinderung schuldig gemacht haben.