Ronaldo wehrt sich gegen Steuer-Vorwürfe

  • Ronaldo wehrt sich gegen Steuer-Vorwürfe

Ronaldo wehrt sich gegen Steuer-Vorwürfe

Madrid. Unruhige Zeiten für Cristiano Ronaldo: Nur zehn Tage nach dem erneuten Gewinn der Champions League mit Real Madrid ist der Weltfußballer in seiner Wahlheimat Spanien der Steuerhinterziehung in Höhe von gut 14,76 Millionen Euro beschuldigt worden.

In der Tat: Der Verband der Steuerexperten des Finanzministeriums in Madrid (Gestha) teilte mit, der Spieler könne für sieben Jahre hinter Gitter wandern. Das gab die Staatsanwaltschaft Madrid bekannt. Jetzt muss der Untersuchungsrichter entscheiden, ob und wann ein Steuerstrafprozess gegen "CR7" eröffnet wird. Über ein verzweigtes Firmennetzwerk soll er das Geld am Fiskus vorbeigeschleust haben.

Die spanische Staatsanwaltschaft wirft Cristiano Ronaldo vor, 2010 bewusst eine Geschäftsstruktur zur Verbergung von Einkommen geschaffen zu haben.

Die Steuernorm war massgeschneidert für Spaniens internationale Fussballer, die ihre inländischen Einkünfte nur mit einem niedrigen Satz von 24 Prozent versteuern mussten und nicht zum damals für Spitzenverdiener üblichen Maximalsatz von 48 Prozent.

Allerdings hat er die Vorwürfe, die im Dezember 2016 unter dem Titel "Football Leaks" erstmals publik wurden, bereits zurückgewiesen. Ronaldo soll demnach dem Fiskus Einnahmen in Höhe von insgesamt mindestens 150 Millionen Euro verschwiegen haben. "Ruhiges Gewissen, immer", sagte Ronaldo am Mittwoch am Flughafen der portugiesischen Hauptstadt Lissabon zu Reportern.

Die Richter in Spanien zeigen bei diesem Thema auch bei großen Namen kaum Gnade.

Laut der Zeitung "ABC" ist die kalkulierte Haft-Dauer auf Steuervergehen zwischen 2011 und 2014 zurückzuführen. Weil die Strafe unter zwei Jahren und Messi nicht vorbestraft war, wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.

Warum? Natürlich Steuerhinterziehung. Über vier Millionen, befand das Gericht. Bei Ronaldo sind es genau 260 Prozent mehr.

Da bekommt CR7 eine völlig neue Bedeutung.