Ronaldo am Pranger: Weltfußballer kämpft um seinen Ruf

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Ronaldo am Pranger: Weltfußballer kämpft um seinen Ruf

Cristiano Ronaldo soll 14,7 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben.

Cristiano Ronaldo hat über sein Management den Vorwurf der Steuerhinterziehung zurückgewiesen.

Die Anklagebehörde in Madrid teilte mit, dass der 32-jährige Portugiese beschuldigt wird, zwischen 2011 und 2014 rund 14,7 Millionen Euro an Steuern hinterzogen zu haben.

Die für Wirtschaftsdelikte zuständige Staatsanwaltschaft war von der Steuerbehörde vor ein paar Wochen eingeschaltet worden und erstattete am Dienstag beim Gericht in Madrid Anzeige.

Cristiano Ronaldo muss sich einem Verfahren wegen Steuerhinterziehung stellen. Messi wurde wegen Hinterziehung von 4,1 Millionen Euro verurteilt. Ronaldo erfuhr von der Hiobsbotschaft gestern beim Training der portugiesischen Nationalmannschaft in Oeiras bei Lissabon.

Ronaldo ist nach Angaben des US-Magazins Forbes der bestbezahlte Sportler der Welt. Für den Steuerbetrug habe Ronaldo im Jahr 2010 ein Unternehmensgeflecht geschaffen. Der Europameister bereitet sich mit seinem Superstar auf den Confederations Cup vom 17. Juni bis 2. Juli in Russland vor, wo man auch auf das deutsche Team treffen könnte. Nun wird gegen ihn offiziell ermittelt.

Dabei spielt offenbar auch ein Streit um die Auslegung des inzwischen abgeschafften "Beckham-Gesetzes" eine Rolle, das früher ausländischen Fussballstars einen dicken Steuerrabatt zugestand und im Ausland erzielte Einnahmen von der Versteuerung in Spanien ausnahm. Der Profi des FC Barcelona wird aller Wahrscheinlichkeit nach aber nicht ins Gefängnis müssen, denn Haftstrafen von bis zu zwei Jahren werden in Spanien bei nicht vorbestraften Angeklagten praktisch immer zur Bewährung ausgesetzt.