Parlamentswahl-Finale: Triumph für Macron erwartet

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Parlamentswahl-Finale: Triumph für Macron erwartet

Das Lager des neuen Präsident Emmanuel Macron kann im entscheidenden zweiten Wahlgang mit einem Durchmarsch rechnen - das lassen Umfragen und die Ergebnisse der ersten Runde erwarten. Damit hätte der sozialliberale Macron den nötigen Rückhalt für seine Reformagenda, mit der er die französische Wirtschaft in Schwung bringen will. So öffneten die Wahllokale auf den französischen Inseln in der Karibik sowie vor der Küste Kanadas wegen der Zeitverschiebung früher.

Bei der Parlamentswahl wird in 577 Wahlkreisen jeweils ein Abgeordneter gewählt. Erste offizielle Hochrechnungen werden um 20.00 Uhr veröffentlicht.

Eine absolute Mehrheit für Macrons Partei La République en Marche und die verbündete MoDem-Partei galt als sicher.

Zwei Meinungsforschungsinstitute erwarten sogar, dass die Unterstützer von Macron bis zu 470 der 577 Mandate erobern. Bereits in der ersten Wahlrunde vor einer Woche hatte sich ein haushoher Sieg abgezeichnet. Sie lag bei knapp 49 Prozent und dürfte in der Stichwahl Erhebungen zufolge noch um einige Punkte abrutschen. Allerdings gibt es in ihren Reihen verschiedene Lager: Manche stehen einer Zusammenarbeit mit Macron offen, während andere auf eine klare Abgrenzung setzen. Republikaner und Sozialisten, die die Politik in Frankreich über Jahrzehnte dominierten, kommen jüngsten Umfragen zufolge auf lediglich 70 bis 95 beziehungsweise 20 bis 35 Sitze. Unklar ist noch, ob die radikale Linke um Jean-Luc Mélenchon eine Fraktion bilden kann. Schon im ersten Wahlgang war nur jeder Zweite zur Wahl gegangen. Für kleine Parteien ist es deswegen schwierig, ein Mandat zu gewinnen. Nach einer Reihe von Terroranschlägen in den vergangenen Jahren gilt in Frankreich weiterhin der Ausnahmezustand.

Bereits im ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag war Macrons Bündnis mit 32,3 Prozent klar vorne gelandet.