Nach Anklage wegen Steuerhinterziehung: Ronaldo will angeblich Real verlassen

  • Nach Anklage wegen Steuerhinterziehung: Ronaldo will angeblich Real verlassen

Nach Anklage wegen Steuerhinterziehung: Ronaldo will angeblich Real verlassen

Doch welcher Klub könnte sich den Weltfußballer überhaupt leisten? Der AC Mailand gehört neuerdings chinesischen Investoren, unterhält auch beste Beziehungen zu Ronaldo-Berater Mendes, winkte bei den aktuell gehandelten Summen aber bereits ab. Die Verantwortlichen planen nach dem Confederations Cup, an dem Ronaldo mit Portugal teilnimmt, Gespräche mit ihrem Spieler zu beginnen. Ja sogar Real-Präsident Florentino Perez sei bereits informiert, heißt es. Grund: der drohende Steuerstrafprozess in Madrid.

Nun schreibt die spanische Sport-Zeitung "Marca", Ronaldo sei fest entschlossen, den Königlichen den Rücken zu kehren: "Ich verlasse Madrid, ich habe das entschieden". Er weiß auch: Bei einem Verein wie Paris St. Germain bräuchte er nicht weniger zu verdienen als die rund 50 Millionen Euro brutto, die ihm Real pro Jahr überweist. Auf dass sein Ebenbild immer auf dem neuesten Stand ist. Die in Spanien erhobene Anklage wegen Steuerbetrugs in Höhe von 14,7 Millionen Euro mittels Offshore-Unternehmen belastete die Vorbereitung des Mitfavoriten auf den WM-Testlauf in Russland enorm. Wie nimmt Ronaldo die Steuer-Anschuldigungen auf? Umstritten ist, ob er dabei - im Stile von multinationalen Konzernen wie Amazon, Starbucks oder Facebook - nur geschickt die Steuerlücken nutzte, die ihm die Gesetzgebung bot, oder ob er doch in die Illegalität abglitt. Ronaldo hatte nach der Anklage gegen ihn beteuert, ein "reines Gewissen" zu haben. Für eine Verpflichtung des Weltfußballers wäre allerdings die höchste Ablösesumme der Geschichte fällig. Ein Ermittlungsrichter muss über die Eröffnung eines Strafverfahrens entscheiden. Von Javier Cáceres mehr. Der Mister habe seine Bosse gebeten, die Fühler auszustrecken.

Cristiano Ronaldo steht im Fokus der spanischen Justiz: Er soll einige Millionen am Fiskus vorbeigeschleust haben. In der Geschäftsstelle des Champions League-Siegers sei man allerdings völlig entspannt. Der 32-Jährige sei verärgert, fühle sich ungerecht behandelt und wolle tatsächlich weg aus Spanien, obwohl er seinen Vertrag bis Juni 2021 verlängert hatte.